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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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kann sagen, sie haben mich erquickt. Es ist so, wie Duin Deinem letzten sagst: die Verborgenheit vonGottes Gegenwart wird von Wenigen wahr-haft geglaubt. Aber weißt Du auch wohl, daß, wennJeder sie wahrhaft glaubte, die ganze Welt alsdann vol-ler Heiligen, und die Erde ein wahres Paradies seinwürde? denn Gottes Gegenwart ist der Tod alles Uebelsund die Quelle alles Guten. Wenn die Menschen Got-tes Gegenwart so glaubten, wie sie sollten, dann bliebenichts mehr zu thun übrig, um sie zu diesem liebenswür-digen Gott und zu seiner Liebe hinzuziehen; aber jetzt istes ihren Augen verborgen. Könnte es helfen, man möchtesowohl mit dem Herrn Jesus weinen über die Blindheitund Verwirrung der Menschenkinder, die ihren Gott nichtkennen und ihn nicht sehen, der ihnen doch naher ist, alssie sich selbst sein können, und der nur wartet, daß dieHerzen sich öffnen und ausgeräumt werden, um sich ih-nen in seiner Liebe mitzutheilen, was er so gerne, selbstbei den größten Sündern, thun will. Laß uns, Lieber,nicht allein für uns, sondern auch für Andere beten, daßsich Gott durch seine Gegenwart doch wahrhaft den Her-zen bekannt machen möge, wie ich auch in dem Umgang,den ich mit Menschen haben muß, nichts nöthiger undnützlicher finde, als ihnen durch Gottes Gnade die Größe,Allgenügsamkeit, Güte, Liebe und Gegenwart dieses liebe«werthen Wesens, an die ich so ganz einfältig glaube, ein-zuflößen. Wenn die Menschen diesen Gott nur kennten,dann wäre Alles gut, und ich finde keinen größem Man-gel auf Erden, als den, daß die Menschen keinen Ein-druck von Gott haben. Die meisten beschäftigen sich mitnichtigen äußern Dingm und dergleichen. Wenige habe»einen Eindruck von sich selbst; aber die wenigsten habeneinen Eindruck von Gott, diesem höchsten, liebenswerthenSchatz, gepriesen bis in Ewigkeit! Amen. Und ob es