L33
^Nichts unbekümmert und gelassen fortleben zu können,x, ''! das ist sein Gnadengeschenk; und je mehr wir unser IchE» verlieren, desto geräumiger, ungezwungener und unbesorg-" - c ter wird der Grund; aber der Herr muß der Führer darin^sem, sonst versteht oder hat man es nicht; ja, diese Dingedeutlich verstehen zu wollen, ist oft auch ein großesHinderniß, und darum hält uns der Herr gar oft in derM Hy, Unwissenheit. Nichts ist schöner, als im gegenwärtigen Au-E Nr genblick ohne Form oder Bild hingegeben an Gott zu leben,Al r damit er uns forme und uns sein Bild einpräge nach sei-MkE nem unbegränzten Wohlgefallen. Die allgemeine, verbor-'Eigene Ruhe und Friedlichkeit im Herzen, welche eine solcheM. Ilst Seele bei diesem Formlosen schmeckt, ist ein unfehlbarerMi Beweis, daß sie sich wohl fühlt, daß sie in Gott oderunter dessen Führung ist; denn keine Creatur kann demir is: Herzen Frieden und Wohlsein verschaffen; und so wenigAuszeichnendes die Sache auch haben mag, so kann dochNxdie Seele, wie es ihr scheint (und dem ist auch so), sich»Zsmehr dabei beruhigen als bei allen ausgezeichneten Gewiß-. schelten: aber Alles ist Gnade; wir können und dürfenhm st nichts machen oder haben wollen, als nur Dasjenige, wassl'WGott gibt, und müssen darin beruhen. Wir sind verän-ij derlich, aber er ist derselbe von Ewigkeit bis in Ewigkeit,tzA immer gleich anbetungs - und liebenswürdig, immer zuM verherrlichen in sich selbst und um seinetwillen, wie es^8, auch mit uns beschaffen sein möge. Er scheint uns oftseinen Frieden zu entziehen, um uns durch Hingeben undVerlieren noch mehr darin zu vertiefen. Wir sind nichtsund er ist Alles; in ihm allein liegt unser Heil und un-^ii sre Herrlichkeit. Er hat seine Barmherzigkeit groß ge-^ macht und überflüssig an uns bewiesen während einer solangen Zeit, daß wir vertrauen dürfen, Er werde seinWerk bis zu Ende führen durch und um seines geliebtenSohnes unsers großen Seligmachers willen. Amen, Jesus!