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Herzigkeit des Herrn ist es nicht, daß er uns Unwürdigenicht allein auf den innigen schmalen Pfad gerufen, son-dern auch bis hieher, wiewohl mit vielen Gebrechen unse-rerseits, darauf fortgeführt und festgehalten hat. Ich kannes nicht ausdrücken, was ich diescrhalb vor einiger Zeitgefühlt habe, sehend, wie verschiedene Menschen hier undda auch die innern Angelegenheiten mit ihrem Verständeauffassen, aber oft auf der Höhe vor diesem oder jenemAcußern stehen bleiben, ohne hinlängliches Festhalten anund Niedersinken in den Grund, um absterbend, leidend,lassend und schweigend die Erfüllung der Sache selbst und' ihr Wesen von dem Herrn zu empfangen. Wie viel sindwir nicht dem Herrn schuldig, liebster Bruder, daß er sounverdient und ohne Zuthun unsrer eignen beunruhigen-den Sorgfalt seine Hand über uns hält! Und da wirihm nichts geben können als das Seinige, so wollen wir -
uns dann selbst in Jesu Namen vor ihm niederlegen mitschweigender und demüthiger Erkenntniß seiner Güte undGnade. Wir wollen uns ihm auch ferner noch kindlicherund gänzlicher anvertrauen, und was er dann von und Hiin uns macht und bis ans Ende bewahrt, das wird ak-ihgdann ewig wie sein eignes Werk und die Arbeit seinerHände vor ihm stehen, und ihn verherrlichen. Und darin rß»wollen wir uns hier und in Ewigkeit erfreuen, daß er es^so ganz allein ist. Ja, wie sehr ist Er es allein! und rGwie nichtswürdig ist Alles, was wir beibringen und was iMaus uns hervorkommt. Das Leben Jesu in uns ist alleinrein. Wir wollen daher nur durch bloßes Loslassen undSchweigen von dem Unfern dem Göttlichen leidendin uns Raum geben, und so in kindlicher Einfalt leben,durch den Glauben an den Sohn Gottes, der uns liedgehabt und sich selbst für uns hingegeben hat. Anbetungund Herrlichkeit sei seinem gesegneten Namen bis in Ewig- itzkeit! Amen.