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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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Segen vermochten sie auch alles Dieses zu entbehren, undkonnten, ohne Bild oder Stütze vor Augen zu haben, mitgroßer Freude hingehen, und zehn Tage still sitzen in derbloßen Stimmung des Wartens auf die unsichtbare,unbegreifliche Kraft des Geistes Jesu, da sie früher ohnedie körperliche Gegenwart Christi nicht lange ruhig bleibenkonnten, sondern zur Kürzung der Zeit auf den Fischfangausgingen, ohne etwas zu fangen, wie dies wohl mehrstattsindet. Ich wünsche daher-, daß unser Seligmacheruns auch so segne, und uns die Gnade mittheile, ohneBild und Stütze in ihm beruhen, auch bei Entbehrungalles Handgreiflichen, im reinen Glauben still niedersitzenzu können wie Kindlein, in der Herrlichkeit, Größe undunveränderlichen Seligkeit von unserm Gott und Vaterin Christo, ohne uns zu kümmern, wie es mit uns gehtund gehen wird. Es ist eine verborgene, aber sehr großeWahrheit, daß unsere Seligkeit ganz in der von Gottenthalten ist. Es gibt auch keine andere, weil Niemandaus und an sich selbst gut oder selig sein kann, als Gottallein; aber der Herr muß uns selbst in alle Wahrheiteinführen. Dem frommen und getreuen Knechtwurde gesagt: Gehe ein in deines Herrn Freude.sMatth. 25, 23.) Er wird vorher Freude gehabt habenan seinen Centnern, vielleicht auch an seiner Güte undTreue. Aber durch den Eingang in die Freude seinesHerrn wurde er vom Knecht zum Kinde, und verließseine Freude an Diesem und Jenem und an sich selbst,und die Centner zurückgebend empfing er die Freude, dieder Herr genießt; doch nein, er empfing sie nicht, son-dern er wurde von ihr empfangen, er gab sich ganz hinund ging ein in die Freude, deren er durch die Verei-nigung mit dem Herrn theilhaftkg wurde, und die er nichtin der Enge des eignen Besitzes, sondern in dem Raumeder Gemeinschaft mit dem Herrn genoß. O, welch ein