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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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Zweiter Brief.

Jesus und sein sterbend Kreuzesleben sind" die Pforte, durchdie man zum Innern Reiche Gottes gelangt. Wir müsse»seiner Hirten» Stimme in uns nur still, wie Lämmer,folgen.

Vielgeliebter Bruder in dem HerrnJesus!

Ich wünsche Dir den Frieden von Grund meinesHerzens! Es war mir sehr erfreulich, daß wir einanderdieses Jahr in Holland trafen. Dank dem Herrn, daßer uns so viele Herzensvereinigungen schenkte! Laß unseingehen, laß uns eingehen, mein Bruder, durch diePforte, die uns das Blut Jesu geöffnet hat; ach! ichfürchte, daß die aufgeregten Gemüther in diesen Tagennur allzuviel dies Eingehen vergessen! selbst bei al-lem Ruhm des Blutes Jesu. Das süße, theureEvangelium vom innern Reich Gottes ist unbekannt undnicht erprobt, weil man nicht eingeht durch die Pforte, dieda ist: Jesus, und seinem sterbenden Kreuze le-ben, und weil man das im Leben sucht, was allein nur reinim Tode zu finden ist. O! diese Angelegenheit ist so wich-tig und liegt so innig nahe! es ist nur ein Heraustre-ten und Eingehen unter der Führung unsers gutenHirten! Werden wir innig still und abgeschieden, umseine Hirten-Stimme in uns zu hören! Werden wir ein-fältig und biegsam, um ihr in Allem zu folgen! Kurz,werden wir unschuldige Lämmer, die nichts mehr wissen,als daß sie da am liebsten sind, wo ihr Hirte weilt, ihmdie Sorge überlassend, sie nach seinem Wohlgefallen zuweiden. Nochmals, mein Bruder, laß uns drinnen bleiben,oder der Herr nöthige uns herein zu kommen.