3
n hoffe, wenn der Herr mlr Zeit und Kraft verleiht, baldden zweiten folgen zu lassen, und werde meine freienAugenblicke mit allem Fleiß zum Abschreiben der BriefeiE verwenden. *)
jchniix Dei der Herausgabe dieser Briefe achte ich eS in-Ä findest für sehr nöthig, den Leser aufmerksam zu machen:
, Erstens: daß dieselben beinahe alle an Seelen ge-
schrieben sind, die durch die Gnade Gottes schon mehroder weniger sich selbst erkannt haben, und die ver-fängliche Lust der Welt fliehen; daß daher ihr^Hauptzweck ist, diese Gemüther zu ermahnen, aufzuwe-cken und zu leiten, nun auch ferner durch die theurenund allergrößtsten Verheißungen, welche unsgeschenket sind, der göttlichen Natur theil-^"'h ästig zu werden. (2. Petri I, 4.)
Zweitens: daß sie nicht geschrieben wurden, umM- jemals ans Licht zu treten, sondern nur in offener Ergie-ßung des Herzens und auch zuweilen, vieler Ge-Hßschäfte und zahlreichen Zuspruchs wegen, inrikiKEile, folglich ohne die Worte zu wählen und zu wägen,P'^'zumal in Briefen an vertraute Seelen-Freunde (an welche
M
illiM
die meisten gerichtet sind), die gegenseitig ihre Denkungs-P^art und ihren Grund genau kannten, daher allem seinerechte Stelle anzuwcisen wußten. Sollte sich demnach der
jll IM'
^ *) Dieser zweite Theil ist, so viel unS bewußt, nicht er-schienen. D. Uebers.
l *