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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. F. I. v. Müller

(1848), gestochen von Ach. Ludw. Mortinet (1806 bis1877) und unter dem Namen Jl Soltarello von demPariser Kunsthändler Goupil verbreitet, und als Gegen-stück: Der römische Karneval (1850), beide von demdamaligen Kronprinzen Karl von Württemberg angekauftund in dessen Villa bei Berg ausgenommen.

Als Müller die Bilder nach Stuttgart brachte, blieber eine Zeit lang dort, von dem kronprinzlichen Hausemit vieler Gunst ausgezeichnet; dann lebte er zweiJahre in Frankfurt am Main und siedelte von da nachParis über, das er fortan als seine eigentliche Heimatansah. Im Verein mit seiner fein gebildeten GattinEmma, geb. Stumm von Neunkirchen, die er im Jahre1855 heimführte, benützte er die glückliche Sicherheitseiner äußeren Verhältnisse dazu, um in Paris einHaus zu machen, dessen liebenswürdige Gastlichkeit auchbei vielen deutschen Landsleuten in dankbarer Erinne-rung steht. Die Stoffe zu seinen Bildern wählte ersich leider nicht mehr aus dem Gebiete des modernenVolkslebens, das sich ihm einst so dankbar gezeigt hatte,sondern meist aus der Mythologie. Dieser aber wußteer bei aller Eleganz der Technik doch keine originelleSeite abzugewinnen, weder in der Auffassung, noch inder malerischen Behandlung, wie sein Urteil des Parisin der Stuttgarter Staatsgalerie zeigt. Dagegen tratin diesen Bildern allen, sowie in seinen Studienköpfen— zahlreich für Goupil in Paris gezeichnet und alsLithographien verbreitet —, seinen Oelportrüts und seinenPorträt- und Landschaftskizzen in Aquarell das künst-lerische Erbteil seines Vaters und Großvaters, ein ganzaußerordentliches Zeichentalent, unverkennbar zu Tage.