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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. F. I. v. Müller

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vor einer Künstlerlaufbahn bewahren wollte. Nach derWiederverehelichung der Mutter kam der Knabe in daselterliche Haus und fand an seinem Stiefvater einenliebevollen Erzieher; zuletzt nahm ihn der Großvaterwieder auf und gab ihm, wie schon vorher Danneckergethan hatte, in den Freistunden des GymnasiumsZeichenunterricht. Man ließ nun seine Neigung zumKünstlerberufe gewähren und ihm auch Unterricht in derMalerei durch den Kunstschuleprofessor Johann FriedrichDieterichs geben.

Nach dem Tode des Großvaters (1830) ging Müllerim Jahre 1831 nach München, um in der Akademieunter Cornelius eine regelmäßige Malerschule durchzu-machen; er hielt aber dort nicht die volle Zeit aus,sondern kam noch einmal auf die Stuttgarter Kunst-schule zurück. Im Jahre 1833 wandte er sich nachParis und trat bei Joh. Aug. Dom. Ingres (1781bis 1867) als Schüler ein. Unter seiner Leitungmalte er einen Herkules am Scheidewege und die Ab-schiedsscene von Romeo und Julia, ein in Paris mitvielem Beifall aufgenommenes und öfter von ihmwiederholtes BildH. Als Ingres im Jahre 1837Direktor der französischen Akademie in Rom gewordenwar, folgte ihm der ergebene Schüler dorthin und hieltsich elf Jahre lang in Italien auf. Hier entstandenseine besten Werke, zwei Oelgemälde mit lebensgroßenFiguren: Das Oktoberfest in der Villa Borghese in Rom

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2) Eine dieser Wiederholungen besitzt die Stuttgarter Staats-galerie.