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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. F. Beisbarth

Gebiete. Beisbarth besaß in ungewöhnlichem Maßedurch natürliche Anlage und unermüdliche Uebung seinesAuges das wirkungsvollste Geheimnis der Kleintechnik,wie der Großarchitektur, ein höchst empfindliches Gefühlfür edle und gefällige Verhältnisse. Wo man Gelegen-heit hatte, seine Entwürfe mit anderen zu vergleichen,wie bei den Ausstellungen für kirchliche Kunst- und Ge-werbeerzeugnisse zu Hohenstein in Sachsen im Jahre1863 und ini Stuttgarter Königsbau im Jahre 1869,wurde immer sein Verdienst rühmlichst anerkannt. Auchals Ausschußmitglied des Vereins für christliche Kunst,in dessen Organ, das christliche Kunstblatt, er zuweilenBeitrüge lieferte, entwickelte er eine hochgeschützte Thätigkeit.

Wenn dem Meister die eigentliche Staatstechniker-laufbahn verschlossen blieb, so gereicht es doch unserenHof- und Staatsbaubeamten zur Ehre, daß sie einsolches Talent für die größeren Aufgaben der Baukunstin der Residenzstadt nicht verloren gehen lassen wollten.Im Jahre 1840—1841 beschäftigte ihn OberbauratGottlob Georg Barth >) bei der Errichtung des Museumsder bildenden Künste. Die Hofbaumeister Gabriel undGaab^) zogen ihn vom Jahre 1844 — 1846 zu demUmbau des Neuen Lusthauses in das jetzige Theater-gebüude bei und im Jahre 1858 stellte ihn OberbauratLeins als bnuleitenden Architekten bei der Ausführungdes Königsbaues an.

U S. Nr. XXX. Th. Wagner. S. 321 Anm. 1.

2) Geb. zu Tübingen den I. April 1800, gest. zu Stuttgartam 23. Aug. 1869. S. den Nekrolog in der Schwab. KronikJg. 1869 S. 2909 ff.

S) S. Nr. XXXVII.