K. F. Beisbarth
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ihn im Jahre 1831 nach München, an das sich damalsso viele Hoffnungen der deutschen Kunst knüpften. Beis-barth studirte dort, als Schüler in die Akademie aus-genommen, mit Vorliebe unter Friedrich Gärtner «1792bis 1847) den romanischen Stil. Zwei Konkurrenz-preise der Akademie belohnten seinen rastlosen Fleißund zeugten für seine schon weit vorgeschrittenen Kennt-nisse.
Nun durfte sich der junge Mann für reif halten,nach Italien zu gehen. Da er die Eltern und eineeinzige Schwester frühe verloren hatte, sah er sich alsErbe eines schönen Vermögens unbehindert, seinemBildnngsdrange in voller Lust zu genügen. Vier Jahre,von 1833 bis 1837 blieb er über den Alpen. Zu Fußdurchzog er schauend, messend und zeichnend das klas-sische Land der Baukunst kreuz und quer bis hinübernach Kalabrien und hinunter nach Sizilien. Ohne dasStudium der griechischen und römischen Bauwerke zuvernachlässigen, wandte er sich noch mehr den Schöpfungendes romanischen und gotischen Stiles zu; denen derRenaissance aber schenkte er eine für jene Zeit ganzungewöhnliche Aufmerksamkeit. Die malerische Aderseines Talents gab ihm naturgemäß diese Richtung.Leicht hätte er sich in Italien zum Architekturmalerumbilden können, so geschickt hatte er allmählich mitStift und Pinsel umgehen gelernt.
Als Beisbarth, mit Studienschützen reich beladen,in die Heimat zurückkam, war gerade das überwiegendKünstlerische seiner Anlage und Ausbildung seinemEinporkommen weniger günstig. Der einzige Weg dazuwar damals der Staatsdienst. Jedoch des jungen