F. A. Bruckmaiin
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Kunsterwerb nicht günstigen Zeit doppelt gefährlich, daßBruckmann den Lohn seiner Arbeit mit einem andernteilen sollte.
Und es war kein unbedeutendes Talent, das andieser Klippe scheiterte! Sein Lehrer Heß verwandteihn mit Wilhelm Röcke! vom Jahre 1834 an zurAusführung der Entwürfe, die nach Theokrits Idyllenteils von ihm selbst, teils von Leopold Schulz für dasSchlafzimmer des Königs im Münchener Schlossegemacht wurden. Im Schlafzimmer der Königin ließer ihn neben seinen Kompositionen auch solche vonBruckmann selbst ausführen, Scenen aus der Ver-mählung der Helena mit Menelaos. Schon damalswurde an dem Künstler eine besondere koloristische Be-gabung gerühmt. Sein Kompositionstalent fand imJahre 1836 eine große Anerkennung damit, daß Fried-rich Preller in dem Härtelschen Hause in Leipzig überseinen Odysseelandschaften einen Fries anbrachte, woraufer nach Bruckmanns Entwürfen Darstellungen aus derOdyssee malte, braune Figuren auf gelbem Grunde nachArt der griechischen Vasengemälde. Aus dieser Mün-chener Zeit stammen auch einige gute Staffeleibilder desMeisters: Die Weiber von Weinsberg (1836), in derStuttgarter Staatsgalerie seit 1837, in Holz geschnittenvon Wright und Folkard für Raczynski (s. Quellen)Bd. 2 S. 216 und lithographirt um das Jahr k840öon Kenngott; Die Entführung eines Kindes durchWassernixen (1837?), im Jahre 1868 aus dem Stutt-garter Schlosse nach München verkauft; Das Mädchenaus der Fremde nach Schiller (1838?), im Schlosse zu
Wintterlin Wurttembergische Künstler. 25