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K. I. B. Ncher
Zwar blieb es dabei und ist ewig zu beklagen, daß
ihm, einem der ersten deutschen Freskomaler seiner Zeit,
in Württemberg kein Quadratmeter Mauer mehr zur .ixiB
Bemalung anvertraut wurde. Allein dafür sah sich der .AÜck!
Künstler auf ein Feld zurückgeführt, auf dem er schon
früher einige Lorbeeren verdient hatte, und sich jetzt einen > O
vollen Kranz erringen sollte: das Feld der kirchlichen
Malerei. König Wilhelm übertrug ihm im Jahre 1847 „
die Ausschmückung von drei Fenstern im Chor der im ^
Jahre 1840—42 von Karl Alexander Heideloff <1788 ^
bis 1865) restaurirten Stiftskirche mit Glasgemälden.
Neher faßte schon damals die Ausfüllung sämtlicher .
Chorfenster ins Auge und legte dem König sechs Kom- ""
Positionen vor, welche in sinnreicher, symbolischer Zu-
sammenstellung von Haupt- und Nebenbildern den ganzen
Kreis der christlichen Heilswahrheiten umschreiben sollten. 7 ^
Es blieb aber zunächst bei der Bestellung von drei -Lein
Fenstern mit der Geburt Christi, Christus am Kreuz ÄnM
und der Auferstehung. Die Kartone wurden nach seinen : iMn
Skizzen zum Teil von ihm selbst, zum Teil von seinen
Schülern Leutemann, Zumpe und Grünenwald in den
Jahren 1847—1852 ausgeftthrt, mit Wasserfarben
kolorirt und in München von den Gebrüdern Scherer
auf Glas gebracht. Die architektonische Umrahmung
dazu war von Beisbarth entworfen. Das nicht zu ^
dieser Reihe gehörige Orgelfenster mit David und der ^ ^
heiligen Cäcilie wurde im Jahre 1852 bei der lieber-
gäbe der drei Chorfenster von König Wilhelm persönlich
bestellt und in demselben Jahre vollendet. Für das
vierte Chorfenster mit der Pfingstpredigt und das fünfte
mit dem jüngsten Gerichte, das eine in den Jahren