lichen Geschicklichkeit und langen Uebung, wie von demausdauernden Fleiße des Meisterst)
Zugleich mit den Pferdegruppen brachte Hofervon Carrara die Hylasgrnppe und, wenn wir nichtirren, den Zürnenden Amor mit, der im königlichen Lust-schlosse Rosenstein seine Aufstellung gefunden hat; viel-leicht auch einige andere kleine Marmorwerke, die nachFrankfurt a. M., wir wissen nicht in wessen Besitz,gekommen sein sollen?) Von König Wilhelm imJahre 1850 angekauft, wurde die Hylasgrnppe zwischenden beiden unteren Seen des königlichen Schloßgartensaufgestellt; sie hätte sicher auf einem niedrigeren Postamenteund unmittelbar am Wasser einen richtigeren Platz ge-funden. Die von der griechischen Kunst vielverwendeteMythe von dem schönen Jüngling Hylas, der als Be-gleiter des Herakles auf dem Argonautenzuge von Quell-nymphen geraubt wurde, hat so viel Verwandtschaft mitden deutschen Nixensagen, daß gegen ihre Wiederholungin der deutschen Kunst nichts einzuwenden ist. Leideraber ist die künstlerische Wirkung dieser Gruppe, trotzmancher Schönheiten im einzelnen, durch eine gewisseUnruhe des Umrisses und den Mangel an inneremZusammenschluß beeinträchtigt. Es ist gerade in dieser
U Abbildungen dieser Pferdegruppen finden sich häufig; ambesten erkennt man ihre Wirkung in Verbindung mit dem land-schaftlichen Hintergründe auf dem schönen Blatte! Hofers Pferde-statuen. N. d. Not. gez. von Fr. Keller. Lith. von E. Emminger.
2) Vermutlich stammen aus derselben Zeit auch zwei Reliefs,die aus dem Weißen Saale des Stuttg. Residenzschlosses heraus-genommcn und im Alten Schlosse magazinirt sind! Ganymed denAdler tränkend, und Nymphen, die Pfauen der Juno futternd.
Wintterlin Wiirttembergische Künstler. 22