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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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F. S. Stirnbrand

ments, Johann Baptist Röser, der jetzt Rentbeamter indem nahen Zellhof war, zusammen. Der nahm ihmdie Bürde ab und erzog den „kleinen Kroaten-Franzl"mit seinen beiden eigenen Kindern. Als der Jungenach Jahr und Tag einmal, in Werg vermummt, umdie Köchin zu erschrecken, an einem in der Küche alsLicht aufgesteckten Span sich jämmerlich das Gesichtverbrannte, gab dem bis dahin namenlosen Findlingder Pflegvater den Namen Stirnbrand; und als späterden jungen Malerlehrling, der zeitlebens ein treuerSohn seiner Kirche, aber ohne alle Bigotterie blieb,der Zweifel beunruhigte, ob er nach seiner Geburt, viel-leicht im Feldlager, auch getauft worden sei, ließ erdas Sakrament nachholen und sich den Vornamen FranzSeraph durch den Priester bestätigen. Neben dem länd-lich elementaren Unterricht her zeigte sich frühe desKnaben entschiedene Vorliebe für Zeichnen und Malen.Die Farbenschachtel des Sohnes vom Hause barg ihmden Himmel; mit einer Kohle von dem Becken, welchesdie Stube des heftig an den Pocken Erkrankten aus-räuchern sollte, wurden die ersten größeren Kompositionenauf die Wand gezeichnet. Einen Anfang vom Unter-richt in der Kunst gab die Nichte des Pflegvaters inEnns, wohin deren Mutter, eine Majorswitwe, denbraven Jungen ausgenommen hatte. Hier war es auch,daß ein Künstler, und gleich ein echter, zum erstenmalden Anfänger aufmunterte: unser Landsmann Hetsch,der, auf der Heimreise von Rom erkrankt, einige Zeitin Enns festgehalten wurde. Kleine Bilder, wie dieKriegszeit sie dem Soldatenkind doppelt nahe legte,Gruppen von Kriegern, Bivouacs, Transporte rc. wurden