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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Zierde vieler Schlösser und Häuser sind. BedeutendePersönlichkeiten, wie König Wilhelm von Württemberg,Sophie, Königin der Niederlande, der Bildhauer Dan-necker, der Dichter Gustav Schwab u. a. haben durch ihneine ihrer würdige Darstellung gefunden. Mit seinen!Porträtstil steht er mitten inne zwischen Hetsch undMorff d. I.; er idealisirt weniger als der eine und hatdoch eine geistig freiere Auffassung und einen koloristischliebenswürdigeren Vortrag als der andere. Leyboldstarb am 20. Juli 1844. Die k. k. Akademie derbildenden Künste in Wien hatte ihn im Jahre 1836zum Ehrenmitglieds ernannt.

Von des Künstlers jüngeren Brüdern wurde dernächstfolgende Heinrich Gustav Adolf, geb. in Stutt-gart am 14. November 1794, der Schüler des Vatersin der Kupferstecherkunst und arbeitete später mit ihmfür das Wiener Galeriewerk. Seine „Betende Frau"nach Holbein (?) in der Galerie des Grafen I. R.Czernin wurde im Jahre 1821 vollendet und —was für ihren Wert zeugt — vielfach als Gegenstück zudem Müllerschen Johannes gewählt. Eine Madonnanach Rafael aus der Galerie des Fürsten PaulEsterhazy in Wien, ein Stich, der seinem Talent undder Schule seines Vaters alle Ehre macht, gab imJahre 1839 der Württembergische Kunstverein alsVeremsblatt aus. Daraus mag (vgl. Wurzbach Biogr.Lexikon des Kaisertums Oesterreich T. 15 S. 53) dieirrtümliche Meinung entstanden sein, auch er habe späterin Stuttgart gelebt, während er in Wien blieb undvermutlich dort starb. Es fehlen uns alle weiteren Nach-richten über sein Leben und seine Arbeiten.