G. F. Steinkopf
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jetzt, daß er auch da, wo er nicht frei komponiren durfte,sondern sich an die bestimmten Formen einer sehr be-kannten Gegend zu halten hatte, den edlen Hauch idealerGestaltung über eine Landschaft zu gießen wußte. Nochglücklicher war er hierin mit dem gleichfalls von KönigWilhelm bestellten Bilde, das, mit dem Lustschloß Rosen-stein im Vordergründe, den herrlichen Blick über dasarnoähnliche Neckarthal bis hinauf zu den blauen Bergender Schwäbischen Alb wiedergibt.') Gustav Schwab hates mit einem seiner schönsten Gedichte gefeiert.
Bei der Wiedereinrichtnng einer württembergischenKunstschule im Jahre 1829 wurde Steinkopf als Lehrerfür das Fach der Landschaftsmalerei angestellt, imSommer 1833 zum Professor ernannt und im Jahre1845 zum Vorstand der Anstalt erhoben. Jedoch mitseinen Bildern aus dieser Zeit erreichte er die frühereHöhe nicht mehr. Zwei davon: Kleobis und Biton(1833) und Ein schwäbischer Frühling (1839) erwarbKönig Wilhelm; ein drittes: Die elyseischen Gefilde,kam in die Stuttgarter Staatsgalerie. Seinen Schülern,worunter in früherer Zeit Louis Mayer, ?) späterKarl Ebertb) gehörten, war er ein gewissenhafter undliebenswürdiger Berater. An Ehren wurden ihm nochdie Mitgliedschaft der Wiener Akademie der Künste (1836)
9 Lilhogr. von E. Emminger und von H. Fleischhauer.
2) Geb. von württembergischen Eltern zu Neckarbischofsheim inBaden am 23. Mai 1791, gest. zu Stuttgart am 22. Nov. 1813,Landschaftsmaler, ein Bruder des Dichters Karl M.
ch Geb. den 13. Okt. 1821 zu Stuttgart, gest. am 1. März1885 zu München, wo er zu den angesehensten Landschaftern seinerZeit gehörte.