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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Chr. G. Schick

Kinder von Schicks Schwager, dem Ratsverwandten(Weinhündler und Schenkwirt) Erbe erlassenen Trauer-brief in der Schwäbischen Kronik vom 10. Mai 1812:„Stuttgart den 8. Mai 1812. Gestern Abend zwischen8 und 9 Uhr starb der Maler Gottlieb Schick im33. Jahre seines Alters." Nun waren allerdings SchicksEltern schon lange vorher gestorben und seine Gattin,die des Deutschen noch nicht recht mächtig war, bliebvielleicht ganz aus dem Spiele; aber es lebten damals,und zwar in Stuttgart ansässig, zwei ältere Brüderund eine ältere Schwester, die Frau des genanntenErbe. Diese, sollte man denken, Hütten doch das Alterdes Bruders wissen müssen, auch wenn der SchwagerErbe unsicher war. Für eine absichtliche Heruntersetzungdes Lebensalters läßt sich gar kein Grund denken undso bleibt die Sache unaufgeklärt. Der Fall ist lehrreichfür exakte Biographen. Ich kann es mir deshalb nichtversagen, künftige Darsteller von Schicks Leben noch aufeine schöne Gelegenheit zu einem neuen Versehen auf-merksam zu machen: Im Stuttgarter Kirchenregistervon 1774 findet sich unterm 4. September als Geburts-und 5. September als Tauftag ebenfalls ein „ChristianGottlieb" des Schickschen Ehepaares eingetragen, einälteres Brüderchen unseres Malers, das vor 1776 ge-storben sein muß — in dem gedruckten Kirchenregistcrkommen nur die erwachsen Verstorbenen — und nachdamaliger Sitte seine Vornamen auf den nächstkommen-den männlichen Sprossen vererbte.

Bekanntlich spuken auch falsche Todesdaten Schicksin der Kunstgeschichte. Die Geschichten der Malereivon Kugler und von Görling haben als Todesjahr 1818