1786 das zehnte Lebensjahr zurückgelegt und wurde beider Aufnahme richtig als zehnjährig bezeichnet.
Drei Jahre sind für den Entwicklungsgang einesKünstlers von keinem geringen Belang. Es wird künftigbei der Beurteilung der Schickschen Werke darauf Rück-sicht zu nehmen sein, daß ihr Schöpfer immer um dreiJahre älter war, als bisher augenommen wurde. Somachte also Schick beispielsweise die von Eggers (s. Quellen-erwähnte Landschaftsskizze, die er mit M. 1 pinxitIm. 1789 bezeichnet^ nicht zehn-, sondern dreizehnjährig;das ebenda erwähnte Bild seines Vaters ist vermutlichnicht in seinem fünfzehnten, sondern in seinem acht-zehnten Lebensjahre gemalt; die Pariser Bilder: Evaam Bache und Die Abgesandten Agamemnons vorAchilleus, sind nicht die Arbeiten eines Jünglings vonneunzehn bis dreiundzwanzig, sondern eines jungenMannes von zweiundzwanzig bis fünfundzwanzig Jah-ren u. s. w. Es fällt alles weg, was man sich voneiner überraschend frühen Entfaltung seines Talenteseingebildet hatte, und wenn seine Biographen bisherden tragisch vorzeitigen Hingang des Dreiundreißig-jührigen beklagt hatten, so mögen wir uns jetzt damittrösten, daß ein gütigeres Geschick ihm wenigstens nahezusechsunddreißig Lebensjahre gegönnt hat.
Woher kam nun aber das falsche Geburtsjahr?Merkwürdigerweise geht es auf die Familie Schicks selbstzurück. Schon bei der Todesanzeige für das Kirchen-register wurde offenbar das Jahr 1779 dafür ange-nommen. Man sieht dies an dem Eintrag: „HerrGottlieb Schick, Maler, am Schlagfluß, alt 32 I. 9 M."Ferner lesen wir in dem im Namen der Witwe und