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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Chr. G. Schick

Ertrag eines kleinen von den Eltern ererbten Vermögensund ein Jahrgeld seines Herzogs, des späteren Kur-fürsten und Königs Friedrich, gewann Schick die Mittel,um noch im September desselben Jahres nach Rom zugehen. Wie ein ausgeschlagenes Buch liegt das ganzerömische Leben und Schassen des Künstlers vor uns inden zahlreichen Briefen, die er aus Italien an seineGeschwister und an Dannecker schrieb. Nachdem sie schonungedruckt von Fr. Eggers und von D. Fr. Straußbenützt worden waren, wurden sie — nur leider wedergetreu noch vollständig — von Adolf HaakhH zumGemeingut der deutschen Nation gemacht.

Als Führer in den römischen Kirchen und Museendiente dem Neuangekommenen sein Lehrer Hetsch, dersich damals in Italien aufhielt, und sein ehemaligerMitschüler von der Karlsschule, der LandschaftsmalerJosef Anton Koch(1768 — 1839), Tiroler von Geburt,eine bizarre Persönlichkeit, wie er uns auch aus SchicksBriefen.entgegentritt, aber ein Mann, von dem in derKunst viel zu lernen war. Zu seinem ersten Bilde, daser im November 1802 begann, wählte Schick nichteinen antiken Stoff, wie man von dem Schüler Dan-neckers und Davids erwarten tonnte, sondern einenbiblischen: David vor Saul die Harfe spielend. Schonwährend der Arbeit machte das Gemälde großes Aus-sehen unter den römischen Kunstfreunden, welche baldin Schick auch den geist- und gemütvollen Menschen zu

>) Beiträge aus Württemberg zur n. d. Kunstgeschichte S. 59 ss.S. dazu meine Anzeige im Morgenblatt Jg. 1868 S. 1021 ff.,worin Schick als Briefschreiber geschildert ist.

s) S. in Nr. XIII. G F. E. Wächter. S. 151 Anm. 2.