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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. B. Lcele

wie z. B.: Französische Grenadiere in einer Stubemit Mädchen scherzend und dabei von österreichischenHusaren überfallen (aus dem Jahre 1809, in Tonau-eschingen); ein Reitergefecht zwischen österreichischer undfranzösischer Kavallerie (aus dem Jahre 1810, ebenda).Dagegen verschafften ihm die Feldzüge der Württem-berger in den Jahren 1805, 1809, 1812 und 1813überraschenderweise keinen Auftrag zu einem größerenSchlachtengemüldc.

Wohl aber wurde durch eine Bestellung KönigFriedrichs noch eine andere Seite seines Talentes weiterentwickelt. Für seinen Beruf als Tiermaler zeugtenvon jeher seine in allen Stellungen und Verkürzungenflott und sicher gezeichneten Pferde. Geflügel und Klein-wild, das seine Marodeure heimtragen, war immermit überraschender Naturtreue gemalt. Nunmehr gabihm das berühmte Festin-Jagen bei Bebenhausen am9. November 1812, das er in einem großen Oelgemäldedarstellen sollte, Gelegenheit, auch Rot- und Schwarz-wild und die mannigfaltige Zucht der Jagdhunde inlebendigster Nachbildung sehen zu lassen. Das früherim Ludwigsburger Schlosse aufbewahrte Bild mit gegenfünfhundert Figuren, dessen zahlreiche Porträts wir oftvon Genossen jener Zeit als vorzüglich getroffen rühmenhörten, ziert jetzt das Jagdschloß Bebenhausen. Einschwarz und kolorirt ausgegebener Stich von Fr. Müllerhing einst in vielen Forst- und Wirtshäusern des Würt-temberger Landes. In einer trefflichen Zeichnungstellte Seele auch ein Stück aus der Strecke dieser Jagddar. Von H. Lips gestochen wurde dieselbe der Fest-schrift von Friedrich von Matthisson: Das Dianenfest