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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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bronn mit fünf nicht ganz lebensgroß in Oel ciuf Lein-wand gemalten Figuren: einem Ganymed, einer Hebe,einem Bacchus, einer Bacchantin und einer Minerva.Im Jahre 1808 nahm er sogar einen längeren Urlaubnach München und Wien, um den Mangel, Italiennicht gesehen zu haben, durch Studium der dortigenAntiken zu ersetzen. Nach seiner Zurückkunst im Jahre1809 malte er für König Friedrich einen Ganymed inLebensgröße, der ihm im Jahre 1811 den Zivilverdienst-orden eintrug. Bald daraus mögen auch zwei Bilder mitlebensgroßen Figuren im Stuttgarter Schlosse gemaltsein : Orest und Pylades vor Elektra, und Hektors Abschiedvon Andromache. Das erste hat neben den zwei männ-lichen Figuren mit Statistenhaltung immerhin eine edleund in ihrem Schmerz ergreifende Elektragestalt aufzu-weisen. Das zweite ist ungleich schwächer; es leidetbis auf die Farbe hinaus au einer süßlichen Empfindung,die man gerade bei einein Seele am wenigsten sucht,und nebenbei, wie freilich fast alle seine Arbeiten, anflüchtiger Zeichnung. Schon seine Zeitgenossen, wie der ausStrauß Kleinen Schriften bekannte Kunstfreund Freiherrvon Uerküll-Gyllenband H, bekannten sich zu der Mei-nung, daß er als Klassizist weit hinter seinen sonstigenLeistungen zurückgeblieben sei. Eines seiner letzten Werkewar ein Christus am Kreuz, das er als Hauptaltar-blatt für die Kirche zu Hüfiugen, seiner zweiten Vater-stadt, stiftete.

Neben den klassizistischen Werken schuf Seele wohlauch noch in der alten Weise kleine Soldatenbilder,

i) S bei Nr. XIII. G. F. E Wächter S. 158. Anm. 2.