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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. F. Thouret

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blieb. Im Jahre 1793 sandte ihn der Herzog nachItalien, das ihn bis znm Ende des Jahres 1796 fest-hielt. In Rom wandelte sich der junge Maler, derschon während seiner Karlsschule-Zeit meist zu baudekora-tiven Aufgaben verwendet worden war, ganz in einenBaumeister um. Es geschah dies unter dem Einflüsseseines Freundes, des bekannten Karlsruher ArchitektenFriedrich Weinbrenner (1766—1826).

Von dem zweiten Nachfolger Herzog Karls, HerzogFriedrich Eugen, zurückberufen, wurde Thouret unterdessen kurzer Regierung zur Leitung des Ausbaues vonSchloß Hohenheim verwendet, das von seinem Vorgängernicht ganz ausgebaut hinterlassen wurde. Allein derrasche Tod des neuen Herrschers im Dezember 1797trat störend dazwischen, da sein Sohn und Nachfolger,Herzog Friedrich II., diesem Landsitz seine Gunst nichtzuwandte. Gleichwohl wurde das erste Jahr seinerArchitektenwirksamkeit für den Künstler von höchsterBedeutung dadurch, daß in Hohenheim Goethe ein Augeauf seine Kunst geworfen hatte. Der Dichter, der sichim Spätsommer 1797 auf der Reise in die Schweizmehrere Tage in Stuttgart aufhielt, ging am I. Sep-tember mit dem Bildhauer Dannecker dorthin undgewann eine gute Meinung von Thouret aus dem Bauder gotischen Kapelle, womit dieser gerade beschäftigtwar. Er besuchte ihn in seinem Stuttgarter Atelierund fand daselbst eine Allegorie auf die französischeRepublik und eine Elektra mit Orest und Pylades,Bilder, welche „von seiner Einsicht in die einfachen,symmetrischen und kontrastirenden Kompositionen zeug-ten", wie Risse zu einen, fürstlichen Grabe und zu