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G. H. Rapp
Neben diesen mannigfaltigen Besänftigungen hatRapp noch seinen Landesfürsten in verschiedenen Stellungennützliche Dienste geleistet. Schon im Jahre 1789 ließer sich von Herzog Karl Eugen mit dem Titel einesfürstlichen Spiegelverwalters den Verkauf der auf derherzoglichen Fabrik zu Spiegelberg OA. Backnang ver-fertigten Spiegel und Gläser übertragen, ein Auftrag,der jedoch schon im Jahre 1794 mit der Aufhebung der-selben zu Ende ging. Von ebendiesem Herzog wurdeRapp im September 1792 zum Assessor des Wechsel-gerichts ernannt, in welcher Stellung er bis zum Jahre1830 erfolgreich thätig war. Unter König Friedrich führteer von l808 bis 1816 die kaufmännische Direktion derköniglichen Tabaksregie; König Wilhelm übertrug ihm,nachdem er schon seit 1814 bei der Hofbank das Amteines Kontrolleurs versehen hatte, im Jahre 1818 mitdem Titel eines Geheimen Hof- und Domänenrats dieDirektion derselben. Als Rapp, später auch mit demKronorden ausgezeichnet, im Jahre l830 sich alters-halber von allen Aemtern zurückzog, ließ ihm KönigWilhelm danken, daß er ihm nicht nur mi! seinemVerstand, sondern auch mit seinem Herzen gedient habe.
Sein Herz hatte der unermüdlich thätige Mannauch dem württembergischen Volke gezeigt, als er imJahre 1818 an der Einrichtung der von KöniginKatharina ins Leben gerufenen Württembergischen Spar-kasse den eifrigsten Anteil nahm und das Ehrenamteines ihrer „Vorsteher" führte, bis ihn die Kräfte ver-ließen. Der Politik, insbesondere den württembergischenVerfassungskämpfen, hielt er sich trotz seiner Freund-schaft mit Cotta, Wangenheim und anderen Beteiligten