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I. G. Müller
Wilhelm (1822) und dann das seiner zweiten GemahlinPauline (1823) >), drei trefflich gezeichnete und für jeneZeit gut lithographirte Blätter. Er hatte sich der Gnadeauch dieses fünften Landesherren, unter dem er diente,vielfach zu erfreuen. Schon im Jahre 1817 war ervon ihm in die von Tannecker geleitete Kunstkommissionausgenommen worden, welche das Ministerium in Kunst-sachen beraten und die Kunstakademie wieder ins Lebenrufen sollte, was aber erst 1829 gelang. Am 14. März1830 beschloß Müller sein an Arbeit und Ehren reichesLeben. Sein Name fehlt nie, wenn irgendwo von denersten Meistern der Kupferstecherkunst geredet wird. Diegroße Bedeutung, die er als Lehrer hatte, wird dannerst voll erkannt werden, wenn einmal die Kunstgeschichteder Stuttgarter Kupferstecherschule geschrieben ist?)
Im Besitze von Müllers Nachkommen sind ver-schiedene Bildnisse von ihm erhalten: eine Zeichnung inRotstein von Parizeau, einem seiner Pariser Freunde,...1. 11. iVlültor (tessiuuut ü In oumMU'iw" (1772);ein kleines Porträt, sitzende Halbfigur in Oel auf Kupfer,von dem Schweizer Maler Kymli, gleichfalls aus derersten Pariser Zeit; ein Brustbild in Pastellfarben vonFr. Tischbein (1782), nicht eben gut gestochen um 1792von K. F. Morace, der sonst zu seinen besten Schülern ge-
1) Dic reizende Zeichnung nach dem Leben, welche M. fürdiese Lithographie machte, wurde im Juli 1893 von I. Kais. Ho-heit der Herzogin Wera von Württemberg aus dem Nachlasse derverew. Königin Olga dem Stuttg. Kupserstich-Kabinet zum Ge-schenke gemacht und hängt jetzt im Müller-Kabinct.
2) Wagner gibt in der Geschichte d. h. Carlsschule Erg.-BandT. 96 ff. nur ihre äußerlichen Schicksale.