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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. <8. Müller

1806 in Leipzig gestorben — und zwei Töchtern. Auchan äußeren Ehren erfuhr er fast jedes Jahr einenneuen Zuwachs. Schon im Jahre 1806 hatte ihn die

k. Preußische Akademie der Künste und mechanischen Wissen-schaften in Berlin zum Mitgliede ernannt. Das Jahr1808 brachte den Zivilverdienstorden-seines zwei Jahrezuvor zum König erhobenen Landesherrn, das Jahr

1812 die Aufnahme zum Ehrenmitglied der k. k. Aka-demi eder Kunst in Wien, das Jahr 1814 dieselbe Ehrevon der königlich bayrischen Akademie der bildendenKünste zu München und von der Akademie zu Kopen-hagen, das Jahr 1818 den Orden der württembergischenKrone.

Wohl hatte Müller schon in einer Eingabe vomJahre 1802 von geschwächten Augen reden müssen,aber, wenn auch langsamer arbeitend, blieb er doch un-ermüdlich thätig. Ohne eine vollständige Aufzählungseiner Arbeiten geben zu wollen, müssen wir wiedereinsetzen bei dem Jahre 1810, in welchem er das Porträtdes Dichters Friedrich Leopold Graf zu Stolberg nach

l. C. Rincklake stach. Unterstützt von seinein SohnFriedrich, der den Kopf übernahm, machte er im Jahre

1813 ein Bildnis von König Jerome von Westfalennach Franz Kinson (1771—1839). Eine schon imJahre 1811 begonnene h. Katharina nach Lionardo daVinci oder, wie jetzt angenommen wird, BernardinoLuini (geb. um 1470, gest. nach 1529), in Frauen-holzschem Besitz, vollendete er im Jahre 1817. Erstauf eine ^lutar 8uiwtu nach Lionello Spada <1576bis 1621), die er im Jahre 1819 im Selbstverlagherausgab, setzte er: Dreißigste und letzte Platte. Der