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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. G. Müller

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Ihrer hier nötig!" Allein zu den Verpflichtungen gegenseinen Herzog und zu der Anhänglichkeit an das Vater-land war im Jahre 1777 noch ein weiteres Band ge-kommen, das Müller fester an Stuttgart knüpfte, dieVerheiratung mit einer Stuttgarterin, dem bildschönensiebenzehnjährigen Lottchen Schnell, deren Eltern damalsden aus der Geschichte Schillers und Schubarts alsSammelpunkt der schönen Geister Stuttgarts bekanntenGasthof zum Adler besaßen.

Eine Erleichterung seiner Lehraufgabe fand Müllerdadurch, daß gleich sein erster Schüler, Johann FriedrichLeybold'), so einschlug, daß er ihn zum Unterricht derAnfänger verwenden konnte. Der Meister machte ihn zuseinem Stellvertreter, als er mit seiner jungen Frau 2 )im Frühjahr 1781 nach Paris ging; er wollte die erstegrößere Platte, die von ihm in Stuttgart gestochen war,dort drucken lassen. Es war der Stich „^lexanckravaingusur äs soi-nibine", Alexander d. Gr., derdem Maler Apelles die schöne Kampaspe abtritt, nachdem Gemälde von Govaert Flinck (1615—1660) inder Galerie der Gemahlin des Herzogs, der GräfinFranziska von Hohenheim, eine Arbeit, welche die PariserFreunde befürchten lassen mochte, daß seine Kunst inStuttgart unter der Amtsthätigkeit einem schnellen Rück-gänge verfallen sei. Das Blatt ist, woran vielleichtauch das Original Schuld tragen mochte, die schwächstevon seinen Arbeiten aus jüngeren Jahren.

-) S. Nr. VII.

2 ) Nicht auf dieser Reise, sondern aus der von 1785 nahmM. in Mannheim den jungen Eberh. Wächter mit. Hiernach istA. D. Biogr. Bd. 22 S. 612 Z. 21 v. u. zu berichtigen.