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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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A. F. Steinkopf

stellung in der im Jahr zuvor von Herzog Karl gegrün-deten Porzellanfabrik zu Ludwigsburg. Zahlreiche mit 8(in der Regel rot) bezeichnet Stücke aus der Blütezeitdieser Anstalt werden ihm zugeschrieben, namentlich Tellerund Platten mit Reitergefechten und Jagdscenen.

Steinkopf suchte fortwährend seine Kenntnisse alsTier- und Landschaftsmaler zu erweitern, fand aber inLudwigsbnrg weder eine Galerie noch von seiten seinerOberen die nötige Unterstützung dafür. Man glaubteihn so bester an die Fabrik binden zu können. Sichererwurde ihr in der Zeit, wo die Porzellanfabriken einanderdie Künstler häufig abzuspannen suchten, der fleißigeund geschickte junge Mann dadurch erhalten, daß er imJahre 1770 eine Stuttgarterin, die Tochter des AntiquarsBetnlius, heiratete. Als aber seine Familie schnell wuchs,während die Fabrik bald ihr Personal unregelmäßigund oft nur mit Porzellan bezahlte, gab er um dieJahre 1775 bis 1776 seine Stellung auf und siedeltenach Stuttgart über. Er erwarb seinen Unterhaltmit Privatstunden im Zeichnen und übte sich durchKopiren von Bildern von Wouwerman (1619—1668)und Roos (1631 — 1685) im Oelmalen. Seine eigenenZeichnungen fanden insbesondere nach Frankfurt a. M.,wo viele Kunstfreunde Sammlungen hatten, Absatz.

Als jedoch im Jahre 1786 am Stuttgarter Gymnasiumeine Lehrstelle für Freihandzeichnen errichtet wurde, nahmer diese an und begleitete sie bis zum Jahre 1817. Da-neben ernannte ihn am 16. Januar 1802 H Herzog

') So nach Akten des K. Haus- und Staatsarchivs. ImNekrolog falsch: 1801. Er erhielt 25 Karolin aus der Herzog!.Privatkasse, wofür er jährlich vier Gemälde verfertigen sollte.