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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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nehmen. Schwerer werde ich bei ihnen dafür Ver-zeihung erlangen, daß mehrere einheimische Künstlerfehlen, denen in dieser Sammlung so gut eine Stellegebührt hätte, wie manchen anderen. Umstände, diehier nicht zu erörtern sind, haben mich abgehalten, einvollständiges württembergisches Künstler-Lexikon, in dasauch die Lebenden aufzunehmen gewesen wären, aus-zuarbeiten. Immerhin aber werden die vier Dekadenvon Meistern aus allen Zweigen der bildenden Kunstzu dem Beweise genügen, daß in Württemberg inder Neuzeit doch ein reicheres Kunstleben geblüht hat,als von Fremden und Einheimischen gewöhnlich an-genommen wird. Hätte sich darin nur der Geist einesabgeschlossenen Landes gespiegelt, möchten es freilichNichtwürttemberger kaum der Mühe wert finden, sichnäher damit bekannt zu machen. Allein unsere Kunststand, zumal im 18. und 19. Jahrhundert, in leben-digstem Zusammenhänge mit allen großen Strömungenund Wandlungen der deutschen, um nicht zu sagen,der europäischen Kunstentwicklung. Barock und Rokoko,klassischer Zopf und ernster Klassizismus, Romantik undRealismus haben aus unserem Boden ihre Vertretergesunden und mannigfache Spuren ihres Daseins hinter-lassen. Viele Werke unserer Meister sind durch Kaufund Bestellung selbst über die Grenzen Deutschlandshinaus verbreitet worden und fremde Kunstanstaltenhaben Lehrer aus unserem Lande berufen. Darum kann,wer überhaupt die deutsche Kunst kennen lernen oder ihreGeschichte schreiben will, an uns nicht ganz vorüber-gehen. Den Württembergern aber soll eine tiefereKenntnis der Vergangenheit das Vertrauen auf den