Mailet zu Mülheim am Rhein). Herr Re-jon hat eine Tochter, die auch sehr hübsch dreht.Er zeigte mir eine sechs Zoll lange, ausseist fei-, zie Spitze von ihr, die sie mit vielen Verzierun-gen gedreht hatte, und die nicht dicker war, alseine Nahnadel. Sie muß hiebei Drehcise» soscharf wie ein Scheermesser gebraucht haben, weilalles so sehr rein und glatt geschnitten war. —Die Mademoiselle war sehr erbaut über de» frem-den Besuch, und so oft sie, oui, Monsieur!sagte, machte sie einen Knix. In den Vor-städten haben die Leute schon ganz andere'Sitten,als in dem Mittelpunkte der Stadt.
Bei meiner Rückreise aus der Faurburg St.Antoine nach der Faurburg St. Germain besuchteich im Vorbeigange die Bibliothek des Arsenals,welche aus 180,000 Banden besteht, die sehrgut aufgestellt sind. Neben an sind zwei Kabi-nett, wo der große Sülly arbeitete. Hier sindnoch über den Kaminen die ersten Spiegel, wel-che aus Venedig nach Frankreich kamen. Siesind gut geschliffen und polirt, nur sind die Fa-cetten unvollkommen geworden.