Druckschrift 
2 (1806)
Entstehung
Seite
324
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Tapeten ganz in der Nahe untersuchen, wenn mandie Stelle finden will, wo eine Farbe in die andereübergeht.

Unsere Weberei befaßt immer die ganze Breitedes Stücks. Der Gobelinsweber arbeitet aber im-mer nur auf einer kleinen Stelle, und es könnendaher zwei und oft drei Arbeiter zugleich an dersel-ben Tapete arbeiten, nur an verschiedenen Stellen.Das Beischlagen des Einschlages, was bei der ge-meinen Weberei das Rohr thut, das thut derGobelinsarbeiter mit der Spitze der Spule, undnachher schlägt er ihn mit einem Kamm von El-fenbein, der 28 Jahne hat, noch fester bei.

Wegen des beständigen Wechsels der Farben imGemählde ist es selten, daß der Raum, wo er ar-beitet, mehr als sechs oder acht Fäden der Sch 'rungeinnimmt. Sobald als die Farbe wechselt, brichter den Faden ab, und sucht unter den andern Far-benspulen, die er in einem Korbe neben sich stehenhat, eine neue, die die Farbe des Gcmähldes hat,und fängt mit dieser an zu wirken.

Die schwarzen Umrisse des Gcmähldes stehenauf beiden Seiten der Scherung, und dieses erleich-