Von dem Gemählde, welches auf den Gobe«linsteppich soll gewirkt werden, hat der Arbeitervorher mit geöltem Papier die Umrisse genommen.Diese befestigt er vor die weiße Scherung, undzeichnet sie mit schwarzer Kreide auf die Faden.Durch dieses genaue Abkopiren der Umrisse kommtes, daß man nie Gobelinsraperen sieht, welche ver-zeichnet sind.
Bei der Arbeit steht das Gemählde, von demer die Umrisse auf seiner Scherung har, hinter ihm,und die kleine Stelle, die er bearbeitet, ist ihmzur Seite. Weil er täglich nur etwa sechs Quadratzollfertig macht und weil er die kopirte Stelle beständigansieht, so entgeht ihm natürlich keiner', auch nochso leise vom Mahler angedenteter Zug. Zugleichhat er alle mögliche Abstufungen von Farben nebensich liegen, und die Umrisse der Zeichnung leitenihn und machen ihn sicher in seiner Arbeit. Vonjeder Abstufung von Farben hat der Weber ein Pa.ket von 25 Unterabstufungen, bei denen Nr. 1 und25. nicht sehr von einander verschieden sind, undwo also die dazwischen liegenden Farben kaum voneinander zu unterscheiden sind. Man muß dieseX s