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Unsere freundliche Führerin brachte uns von ^
hier in ein Zimmer, wo ein sehender Knabe ei-
All 1
mm blinden aus der Encyklvpädie vorlas, Weilnur wenig Schriften für Blinde können gedruckt ^
werden, und weil ihr Lesen immer nur sehr langsam ^
geht: so muß der Sehende denn doch in vielen Fäl- ^
len dem Blinden aushelfen, wenn der letzte auch ^
noch so sorgfältig unterrichtet ist. ^
Zuletzt kamen wir in ein Gebäude, in dem die ^
alten Blinden beisammen leben, welche sich mit al? ^ *
lerhand kleinen Künsten etwas verdienen. Bei ei» Osic
ner kleinen heiteren Frau kauften wir künstlich ge- §
arbeitete Geldbeutel von Seide zu vier Livres. Ein ^
blinder Mann verkaufte uns sehr fein geflochteneReitpeitschen zu sechs Franks. Auch sahen wir hier Ä
einen Blinden, welcher schreinerte und sich eine ft
kleine Orgel gemacht hatte. iiil
Es sind ein und zwanzig Mädchen und vierzig ^
Knaben im Institut. Seine Bestimmung ist für ^
vierzig Mädchen und achtzig Knaben; aber es soll ^
an Platz fehlen. Es ist sonderbar, daß immer ^
viel mehr blinde Knaben sind als blinde Mädchen. ^
Da die meisten Kinder an den Blattern blind wer- ^