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k) Hottinger. Reland, Klemm, ap.
Wolf. ad Lund. l.c.
VIRGATORES waren diejeni-gen Obrigkeitlichen Bedienten, welchedie Knechte und andere schuldige mit denVirgis oder Ruthen peitschen musten,und mithin so gut als unsere Büttel, oderStecken - Knechte waren.
Salmaf adLamprid.Alex.Sev. c. fr.
V1RGINENSIS DEA war einevermeynre Göttin der Nömer, welcheeiner Braut den Jungfer.Gürtel auflösensoltL. s. Lex. Mytbol. in VirgineniisDea.
VIRGINES, Jungfrauen, wur-den bey denJüden sehr inne gehalten,daher auch im Ebraischen eine Jungferalmab , und so viel als eine verschlos-sene und verborgene heist a). Hattensie aber ja auszugehen, so waren sie gantzbedeckt, daß man weder Gesicht nochLeibes-Gestalt wahrnehmen kunte, in-dem sie sonderlich vor jenem ein subtilesseidenes Netz mit 2 hinein geschnittenenLöchern hatten, durch welches sie sehentunken b). Wenn eine noch nicht 12Jahr alt war, hieß sie minor , war sieeinen Tag drüber, so hieß fle puella, matsie ,2 Jahr und 6 Monat alt, so hieß sieadulta unb kunte alsdenn heyrathen c).Mitlerweile schliefen sie bey ihren Müt-tern in einer wohlverwahrten Kammerä). Behielten auch ihre ehmahlige Kin-der - oder Warte. Frauen zu Hüterinnenbey sich e), und da fie ausgiengen, son-derlich Wasser aus dem Brunnen zu ho-len f), giengen sie nicht alleine, son-dern mehrentheils mit einander g). In-dessen hatte einer doch Gelegenheit, siedarbey am ersten zu sehen zu bekommen,wie auch in der Wein. Lese, da sie gantzweiß giengen, tantztcn und den jungenGesellen zurieffen : Jüngling hebe Sei-ne Augen auf, und siehe, welche Vaaus allen erwehlen wollesi. Siehenicht nach der Schönheit, denn sieist betrüglich. Aber diese, dre GGttfürchtet, soll man loben b). Hattesich aber auch eine, als Jungfer, hey-rathen lassen, und war eö nicht, wurdesie gestciniget; oder, da sie eines Prie-siers Tochter war, lebendig verbrannt,indem ihrzcrschmoltzcn Bley in den Hals
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gegossen wurde; beschuldigte einer sie aberauch nur dessen zur Ungebühr, muste ersie lebenslang behalten, ihr oder ihrem !rDater doppelte Morgengabe oder ,02 iÄEekel geben, und die Geißelung ausste«hen; die sich aber als falsche Zeugen dar. ’ 0 .tbey brauchen liessen, musten eben die i®* ,Straffe leiden, die über sie gekommen sü*'® 4wär, da sie war schuldig befunden wer-den 1 ). Da aber auch nur einer einezu sei.ner Liebe gcreitzet, muste er sie heyrathen;oder, da weder er sie, noch sie ihn hey-rathen, oder ihr Dater sie ihm auch nichtgeben wolle, muste er ihr zo Sekrl zah.len k). Allein hatte er Gewalt gegen -tiflf;sie gebraucht, und der Vater wolte sie #ihm geben, und sie ihn heyrathen, mu- -»palsie er sie stets behalten und noch 50 Se- I>ßkkel darzu geben, über dieses aber auch Dheine Strafe erlegen, wie sie die Richter ,»»'ansetzten 1 ). Db sonst ein« Jungfer «Mauch in den Tempel habe kommen dür-fen, wird noch gefraget. Wenigstensist es in der Schrift nicht verboten, und, '.fj, |da auch so gar von den Synagogen dasSprichwort im Talmud stehen soll: WEine Jungfrau im Beth-Haus eineWittib in ihres Nachbars ^aus, undeine unzeitige Gebührt in dieser weit, ijjp,habe der Teufel zusamme gesellt m); SSwill sich doch solches in dem Talmudnicht finden, ist in der That auch gott- ( j ‘los genung ausgedacht n). ,’Jt
a) 2 Maccab. III, , 9 . & ad b. I. Die- : 7"
ter. Antiqu. Bibi. I. c. »' ' s '
b) Mirus Lex. Antiqu. Bibl. i«Iung- JT 1 ^
c) Id. ibid. .Vi,
d) Qanz ap. Schoetgen. in Iungfrau,
e) Gen. XXllII, so . “•«f-a
f) Ibid. v g^Exod. 11 ,16.
g) Almeloveen. ^.Schoetgen. /. e.
h) Lund. lud. Heiligtb. lib. V. c. 22. %i|(|
i) Iken. Antiqu. Hebt. P. Ill.c.i. §.r/>
k) Exod .XXU,j6. ^
l) Iken. /. c. §. s8.
m) Gerson. lib I.Talmud. c.i%. 'tyniiofl
n) Lund /. c. lib. II. c. 24. n. 6. ^ .
Bey den Griechen musten sie sehr
eingezogen leben, und, da gesamtesFrauen. Volck in den innersten Theileneines Hauses sich aufhielt a), hattendie Jungfern ihre Zimmer um so viel- -u,, 1