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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3027-3028
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a) Columell. Praf.12.

b) Id. lib. XII. c. 4.

c) luuenal, Sät. XI. v. <78. feqq.

d) Martial. lib.XII. Epigr.iS. v./p.

e) Id. lib.l. Epigr. $6. v. u.

f 1 luuenal. I. c.

VlLLICVS tuar bit Oberste unterden Bedienten auf einem Land - Guthe,und ungefehr so viel, als was man itzoaufderglcichen einenHofmerlrer heißt a).Er versähe also selbst des Herrn Stelleb), ordnete alles an, machte auch dieDinge zu Gelde, und legte endlich sei-nem Herrn seine Rechnung ab c). Im-mittelst aber hieß Villicus in den tiefernZeiten auch ein jeder, der etwas vorge-setzt war. Also war Villicus ararii einSchatzmeister d), Villicus vrbis ein Gou-verneur, oder Stadt-Vogt e), Villicusab «Umentis, ein Proviant - Cornmistä-rius u. f. f. f).

a) Plaut. np. Pitisc. in Villicus.

b) Columell. Pros. 12.

c) L. j6. ff.de inß.AB.

d) Tib. lib. HU. Epigr. j6. v.t.

e) luuenal. Sät. llll.v. 77.

f) Salniaf ad Lamprid. Alex. Sev.c. If.

Viminalis campus, s. Campus.

Viminalis Mons, f. Mons.

Viminalis Porta, s. Porca.

VINALIA waren ein doppeltesFest bey den Römern, davon das eine imAugusto zwar dem loui gefeyert wurde.Es wurde an demselben ein Lamm geopf.fert, und von dem Flamine diali dieWeinlese angefangen a), auch dem louietwas von demselben, so Calpar hieß,geopfert, damit der Übrige desto besserzu des Menschen Nutzen gereichen möch-te b). Die andern Vinalia wurden imAprili gefeyert, worin man den neuenWein zuerst kostete c); warum aber sol-che Vinalia auch der Veneri gefeyertworden, weiß man keine rechte Ursachanzugeben d).

a) Varr.de L.L. lib. V. c.3. ^ Ouid.Faß. IU I. v.897.

b) Plin. H. N. lib. XVIII. c. 29.

c) Festus in Calpar.

d) Ouid. l.c. v.877.

VINCVLA waren bey den Alten

die Compedes, Pedie*, Manie*, Catena,

Zor8so an ihren

Nerui, Boia Und Carcer a),

Orten besonders nachzusehen. So hiessenVincula bey den Poeten und sonst auchdie Solea b), s. Solea. Besonders aberwaren es auch Binden, womit die Lei-chen umwunden wurden, deren 3 vonPurpur, und nicht mehr erlaubet wa-ren c).

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a) Plaut. Afin. AB. III. Sc. 2. v. 4,

b) Perron, c.

c) Legg. XII. Tabb. ap. Funccium dePuerit. L.L.c.4. §./3. 11.7. Cic. deLegg. lib. II. c. 23.

VINDEMIA wurde bey den Rö-mern nicht angefangen, bevor dem louinicht ein Lamm geopfert worden, und derFlamen dialis die ersten Trauben abge-schnitten hatte a). Und weil solche wah-rere, waren in allen ludiciis Fcyer-Tage,weil sich meist alles, was vornehm war,zu der Zeit auf dem Lande befand b).Was man aber für Werckzeuge darzubrauchete, dergleichen pflegten die Wein-Gärtner in dem Tempel des Eacchi vomGolde oder Silber aufzuhängen c).

a) Varr. de L. L. lib. V. c.3.

b) Min. Fei. c. 2. n. 4. & ad cum Cel-lar. I. c.

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c) Phiiostrat. Vit. Apollgn. lib. II.c. 4.

VINDEX war bey den Römern,der einen, so angepackt war, und vor Ge-richt gezogen werden soite, so fern freymachte, als er vor ihn Bürge wurde,oder gut sagere a). Es fante aber wohlein angesehener und reicher Bürger sol-ches für seines gleichen oder auch einenArmen und Geringen, nicht aber dieseres für jenen thun, nachdem als das Ge-setz lautete: Ajßduo vindex aßiduus eßo,proletas'io ciui cuicumque volet, vindexeßo b), oder wie es eigentlich geheißenhaben soll: Astduod. Vindecs. Ast-duos. Estod. Proleitariod. C.iuei. Quei-vis. Voler. Vindecs. Estod. Da dennajßduus soviel, als locuples heißen sollc), oder wie es andere erklären: Ho-

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