V I L
t
%
%
k t%iTri.
tuor.
''tktj
5tis;
Öfen
t Augu.niin»mMWi.iKftnltzw
lAf'
Itat'
k A
Eil-
rafül*
joN
S#
■f
Ä«!
**
;0
«S»
t*
mM-
flCi'
J02J V 1 L,
i) Casaub. adSpartiani Did. lulian.
C. i. Alex. ab Alex. lib. 111. c. 16 .e) 16 ibid. p. 74s-
. VILLA war ehedem bey den Ro-
i Mrn so viel, als ein Land-Guth. welchesingemein aus seinen Gebäuden und Län-dereyen bestund. Die Gebäude inson-dirheit waren wieder entweder Villa vr-yna s. Pratorium , so des Herrn Woh-nung oder Logis war; oder Villa rustica,tuo der Hofmeister und andere Gesindeihren Aufenthalt hatten, mit samt denStällen, Scheunen u. a. Gebäuden.Des Herrn Logis begriff wider die Atria,Porticus, Areas, Cauce di a. Triclinia, Cu-bicula, Carnationes,Ambulationes, Balne-aria, Bibliothecas, Piscinas, Natationes,Geßationes , Xystos, Apothecas, Horrea,Hortos, Vineas, Nemora u, d. g. a) undwaren solche oft dermassen prächtig undMläuftig, daß sie keinem heurigenFürstlichen, ja Königlichem Schlosse oderPalais was nachgaben b). Hierbey hatteman dieselben gern an den öffentlichenStrassen, um sowohl eine desto süglichereLsmmunicarion mit der Stadt zu ha-ben, alsauch dieSchönbeik solcher Vil-larum desto mehr Leuten können sehen zulassen c). Doch suchte man damit auch,sonderlich um der AnnehmlichkeitMen,an das Meer zu kommen 6), undpflegte man sich meist des Sommers überauf denselben aufzuhalten e).Jndessen istkeine dergleichen Villa von allen mehrdorhanden; sondern, da ja noch etwasübrig gewesen, hat man es in Klöster,oder andere Dinge verwandelt, die ein«flige Villa Meecenatis ausgenommen.Sott dieser sollen annoch bey Tivoli dieungeheuren Substructiones oder
■ Erund.Bäue, Treppen, Gallerien u. a.übrig und nicht ohne Verwunderunganzusehen, das eigentliche l'rreroriumoder Herren-Gcbaude dennoch aber auchvöllig weg seyn f), ohne welche aberdenn sonst noch im Alterthum besondersbrkannt sind die Villa Luculli, Horten-si, Pisonis, Quinffilii Vari, Hadriani,Casarum adüallinas, Crajst, Appii, Sci-pionis, Neronis, Plinii und Catulli g), de-nen noch beyzusetzen des Ciceronis, Cu •r,, t der G ordianorum, des Martialis,Planci, Ouidii, Senecte und Kaysers Veri
V I L
;or6
H), obwohl eine und die andere von die-sen nicht sowohl ihrer Herrlichkeit, alsvielmehr ihres Herrns wegen bekanntsind.
a) Plin. lib. II. Epist. sj.
b) Victruv. lib. VI. c.8. Columell.lib. I. c. 6.
c) Bergier. ap. Pitisc. in Villa.
d) Suet. August, c. p.
e) Star. lib.llll. Silv. 4 .V. 12 .
f) Kircher. Latii P. II. lib II. c. s. ap.Pitisc. r«Villa Maecenatis.
g) Kircher. /. c. & Leister. lur. georg.lib. 1. c. 6.
h) Pitisc. in Villa.
Villa publica war ein grosses undweitlauftiges Gebäude ausserhalb derStadt Rom aufdemCarnpoMartioa),wo man die Gesandten von feindlicheirVölckern einlogirte, die man in die Stadtkommen zu lassen Bedrucken trug b);jedoch war es auch der Ort mit, wodie Truppen zusamme kamen, aus de-nen die Bürgermeister ihre Legionenerrichteten, die Censores aber daö Volckdurchgiengen, und was dergleichen Ver>richtungen mehr waren c). Sie lagnicht weit von den Septis, doch naher nachder Stadt zu, als jene 6), und also nichtweit von dem Pantheo, oder jetzigen Ro-tunda c).
a) Liv. lib. ////. c. 22 .
b) 16 . lib.XXXIlI.c.p.
c) Vaxr.de R.R. lib. 111. c. 2 .
6) 16 . ibid.
e) Nardin. lib. VI. c. 6. sf Donat.lib. III. c. /6.
VILLICA war die Frau, oder Con-tubemalis, des Villici oder Hofmeistersbey einem Römischen Land-Guthe, diemir der Zeit versehen muste, was sonstdes Herrn Frau selbst versähe, ehe derStaat und Üppigkeit zu Rom einriß a).Sie besorgete also sonderlich das Viehb), die Salgama oder in Eßig gelegtenund andere Victualien, Eyer, Obst,Weintrauben u. s. f. c); Kochte auchwohl das Essen, zumahl wenn die Gükhernicht sonderlich wichtig waren, und nichtzu ieder Verrichtung jemand besondersbestellet war 6); deckete selbst den Tische), und setzte sich auch wohl an den Ro-cken und spann ihr Theil mit s).
6cc cc 5 a)Co-