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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3007-3008
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dessen Vices öerfrslf, die aber auch wohlnoch wieder ihre Refiorcs Prouinciarumunter sich hatten, die dennoch auch wohlgewesene Bürgermeister/ krrtores undso ferner waren, nachdem auch auf siedennoch ziemliche Provintzen zu verwal-ten kamen weil im gantzen RömischenReiche nur 4 Prafefii Pratorii, alsüber bmfötient, Illyricum, Italien mitAfrica Gallien mit Spanien gesetzetwaren bi. Indessen hieß auch Vicarius,der den Fluch und alles Unglück, so an-dere treffen solte, auf sich nahm c). Nochein anderer Vicarius hieß derjenigeKnecht, der des Serui ordinarii oderOber-Knechts Stelle mit vertrat, daaber auch jener für diesen mit stehen mu-sie d), vermuthlich auch ihn selbst, alsseinen Unter. Hofmeister erkiesen mochte.Bey den Jüden hatte der Hohe-Priesterebenfalls seinen Vicarium , der mit sei«nem besondern Nahmen Sagan hieß, undvon dem mithin unter dieser Benennungauch ein mehrercs nachzusehen stehet.

a) Cafliod. Var. lib. VI. Ep. ,s.

b) Cellar. Antiqu. Rom. Seil. III,

c) Macrob. Sät. lib. III. c. p.

d) Vlpian. /. /7. ff. dc Pecul.

VICECOMES War, der des Co--mitis oder Ober-Richters in einer Land.schalt Stelle vertrat, und von dem Co-mite erwehler wurde, allein auch wohlseinen Suhuicccmnitem wieder unter sichhatte.

Fresn. Glojf Lat. in Vicecomes.

VICEDOMINVS war so viel,als ein Slathaltcr, der seines HerrnStak oder Stelle vertrat, und nachdemder Herr groß oder klein war, auch eingrosser oder kleiner Vicedominus war.In Ecclesiasticis versähe er sonderlichdie Oeconomie an stat des Bischofsoder Abts, dessen vitzchum. wie er aufTeutsch gegeben wird, er war, und wur.de erfodert, daß er ein erfahrner und klu-ger Mann sey, well er ingemein alles,was in weltliche Dinge einschlug, fürfeine Kirche, Bisthum, Abtey oder Klo-ster versehen muste.

Frein. Glojf Lat. in VicedominuS.

VICENNALIA waren ein Festöder Eolennitat, welche ein Kayser und

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dergleichen begieng, wenn er 20 Jahkregieret hatte.

Tiraguell. ad Alex. ab Alex. lib. III.

c. 22.

VICESIMA, s. Vigeßma , war eineAbgabe zu Rom, die der Kayser Aug»,stus wegen Mangel am Gelde in deinAerario einführete, da ieder den zwan>tzigsten Theil von einer zugefallenenErbschaft abgeben muste a). Das Ge-setz davon wurde A. V. 759 gegeben.Es milderte aber hernach Nerua dassel-be sofern, daß wenn eine Tochter vonder Mutter, oder eine Mutter von derTochter erdete, nichts gegeben werdestdurfte b); welches Traianus auch aufVater und Söhne c), endlich aber auchauf Bruder und Schwestern exrenäirttd i, anbey die Unkosten der Leichen - Be-stattung erst noch abziehen ließ, woge-gen aber Hadrianus diesem auch Maaßund Ziel setzte, weil viel Betrug darbehntit vorqiestg.

a) Diö ap. kielte, in Vigesima.

b) klirr. Paneg. c.37.

c) Id iibid. c. 38.

d) Id. ibid. c.

Eine andere solche Abgabe war es)dä ein Knecht, der frevgelassen wurde,geschaßt und der zwanzigste Theil sei-nes Werths auch deni Aerario heimfiel.Es führete diese der Bürgermeister Cn.Manlius A. V. 396 ein a), und verbliebsie, da die andern Abgaben meist aufge-hoben wurden b). Es muste aber sol-che Vicejimam der Knecht geben c), und,weil sie meist in Golde abgetragen wur-de , hieß dieses daher auch Aurum vice-simarium d). Eine dritte Abgabe dieserArt war es, da auch der zwantzigste Theilvon den Zoll-Intraden zu S^racus ab-gegeben werden muste e), wobey denstVicesimarii hiessen alle, die diese Viceji-nias einnahmen, Griechisch aber eW»-'Tees, oder auch s),

a) Liv. lib. VII. c. 16.

b) Cic. ad Attic. lib. //. Epift. ip.

c) Arrian. ap. Pitisc. in Vigesimstfftanumiflionum,

d) Burmarin. ap. eumd. ibid.

e) Cic. Verr. II. c. 7s.

f) Pitisc. in Vigesimariüs.

VICESIMATIO war eine Stra-ft

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