VAS
2927 VAN
und Eingehen auf-und zugemacht wur-de. Sie waren aber entweder nur ein-fache, und schlugen sich nur aufeine Sei-te auf, so eigentlich Valu« hiessen, odergebrochene und waren dieMitte heruntergetheilet,welche obtxbisores hiessen,
und sich aufbeydenSeiten aufschlugena).Sie hicnqen anbey nicht anKänvern,wieunsere Thüren; sondern giengen inZapfen, fast wie unsere Scheun-Thore.Und das sind denn die Cardines b). ©0war es auch was besonders, daß dieHaus-Thürcn sich heraus auf die Gasse,und nicht hinein in die Häuser aufschlu-gen. Daher, wer heraus gehen wvlte,erst sich vyn innen meldete, damit, wenner die Thüre aufstieß, er nicht jemanddavor stehendes, oder vorbey gehendesdamit über den Haufen oder doch sonstanstieß.
a) Vofs Etymol. in Valuse.
b) ldetn ibid. in Cardo.
V A N N V S war bey den Alten, waswir itzo eine Schwinge heissen, nichtaber eine Wanne, es sey denn, daß wan-nen auch soviel, als itzo schwingenheisse. Es war aber dergleichen vonGertgen oderZainen geflochten, und die-nete das Gekreyde rein zu machkn, in-dem man es darinne hin und her warf,wobey das Leichte, wie auch der Staub,davon flog, hingegen das schwere undgute Gctreyde zurück blieb a). Indes-sen wurde dergleichen auch mit in desBacchi Gottesdienste gebraucht da mandergleichen selbst vom Golde mit hakte,und damit andeutete, daß durch desBacchi Dienst die Seele von ihren La-stern wie das Gctreyde von der Spreudurch die Schwinge gesäubert werde,welche denn daher myßica vannus Iacchivon dem Poeten genannt wird b) Manthat aber bald Zweige, bald auch Schlan-gen darein, vermuthlich den Leuten da-mit nur delko mehr Blendwerck vorzu-mach n c), brauchte aber indessen auchsolche Vannos an stak der Wiegen, dieKinder hinein zu legen d).
a) Philargyr. ad Virgil. Georg, lib,I,y. 166.
b) Virgil, l, c. & ad eum Seruiusl.c.
c) Plutarch. in AUxmdro c. r.
2928
d) Pitisc. in Vannus.Vargunteia Gens, f. Gens.
• • tfgl
VASA.Jßefäfle, Geschirre, waren
nach ihrer Materie und Gebrauche gar f «jR»] 1sehr unterschieden, wie nur folgende Ar-
tickcl geben können.
Vasa balnearia waren 'Aeduafaf,brütn; HvsXos,vrna; Kpaia«, fotis;t*im, cyathus; Aß;ix».as , hydria; k».Aov, fetula öec.
Pollux hb. X c /7.
Vasa coquinaria waren Xiirpa, olla;Xurf/^io», ollula ; XvTf'ii, attla; Aexxs, Pa .tina; A»t dS'iet, pateßa ■ ’e jßvtf, capfa;'Ej^v/s-hos, capjula; Xx.\nit >», cacahus;
. , ,, , .■XttAKiomt,ahcnum; jocus ; Er%*. fr
KiJj
(rtjlütC
jlttiVitJ
m «
Mb Uii|i itrrit
«tönnin. Wj ttotal 1]
''****> trrs»r***rrr ? ^ \ ■>
fis,foculus; Acßtjsy lebes; A ißunm-, lebe» &tium; AsßtiTttgiot 1 lebetarium; &c. a)
Dergleichen zwar jeder selbst zu habensuchte, doch aber auch von seinen Nach-barn borget«, dasieihmfehleten b). In-dessen aber hatte man sie auch wohl vonSilber 0, und hieß der arm, so derglei-chen nicht hatte d).
a) Pollux üb. X■ c. 24.
b) Plauc. Aul. Afl. II. Sc , 8 . v. so.
c) fd. ibid. Sc. f. v. 16.
d) Sueton. Domit.c.i,
Vasa Corinthia waren von Corinthi-
schein Ertzte a), und rasetcn die Römerrecht für Begierde, dergleichen zu ha-ben b). Sie wurden anbey fast demGolde gleich geschahet, oder doch < Pfundmit 500 Sesterticn oder 15 Thalern be-zahlet c), und hieß es eine besondereWissenschaft, solche recht zu kennen, da-her sie einige Narren gar mit dem Ge-rüche unterscheiden wölken d).
a) Vid. Aes Corinthium.
b) Cic. Paradox. V. Senec. adHelv.c.ii. & de Brev. Vit. c./2,
c) Pitise. in Vasa Corinthia.
d) Martial. lib. VIIII. Epigr. 60.v. Jt.
Vuja Cryßallina wurden auch vonden Römern sehr hoch gehalten, und vielGeld damit verschwendet a). besondersaber gern der Wein daraus getrun-ken b).
a) luuenal. Sät. VI. v. t;6.
b) Martial, lib. IIl. Epigr. 8t. v. 24.Piin. H. tV. lib. XXXVil. c. 2.
V«fi Deliaca waren vom Ertzte und
wurden
■üfa jiiniüi Jm,solido, I“fohln I
S.b:
Vl, c.’.|Ui 4
>aii,
■ 1
tS‘
v kf