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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2909-2910
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Turris Dauid, Vcr Thurm David,Agr mit Brustwehren gebauet,und hien.aen daran iooo Schilde und allerleyWaffen der Starcken a). Er soll dar-hey sehr hoch und fest gewesen seyn, auchauf eine,» Felsen gestanden, und auf bey.den Seiten tiefe Grüften gehabt habenb), dennoch ist sonst dieser Thurm nichtgroß bekannt.

a) Cant.////,-?.

b) Mir. Lex. Bibl, Antiqu. in Thür-me.

Turris Eder oder Adar stund schonju deö Patriarchcns Jacobs Zeit, als derjenseits demselben seine Hütren aufrich.Ute a). Wer oder wozu man ihn er.bauet, ist unbekannt; jedoch, da er soviel, als ein Thurm der Heerde heißt,will man, daß er zu einem Aufenthaltder Hirten errichret worden, weil es indastger Gegend die schönsten Vieh > Wei-den gegeben habe. Allein, daß fürdergleichen ein Thurm gebauet worden,der bis zu Christi Zeiten gestanden, willsich kaum glauben lassen. Massen beyeben diesem Thurme die Engel den Hir-tm erschienen, und ihnen die Gebührtdes Welt-Heilandes verkündiget habensollen b), weswegen auch des Constan-tini M. Mutter, Helena, eine Kirchedaraus erbauen lassen, die aber nunmehrauch wieder bis auf einige wenige Ru-dera vergangen ist c).

a) Gen, XXXV, 2/.

b) Hicronym. de Locis sacris in Beth-lehem.

c) Myller Peregrin. in Ieras lib. I.c.33. n, 6.

Turris exterior lag stuf der Nord-2 ß'Ecke der Stadt, mithin in Bezetha,und scheinet diesen Nahmen gehabt zuhaben, weil er wenigstens nur mit einerSeite auf der Stadt-Mauer mit ge«standen habe.

Lightfoot. Tom. II. p. /8f.

Purris Fornacaria, der Back-Vfens

jtyucm, war ein Thurm auf der Abcnd-Sene der Stadt Jerusalem, in Aerainferiori, und dem Berge Golgatha ge-m über, über dem auch so genanntenBack.Ofen-Thore a). Den Nahmenpt er gehabt, weil entweder die Back-ofen unter demselben gewesen, Brodt

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darinne zu backen, oder man auch desNachts Feuer darauf gehalten, um denFremden, als von einem Pharo, denWeg nach der Stadt zu zeigen b).

a) Lightfoot. p Hofijiann. in De-lineatione Hicrofilym.

b) Mirus Lex, Bibl. Atitiqu.inThüt-me.

Turris Hanmecl war einer der Thür-me zu Jerusalem a), auf der Mittags.Seite der Stadt, zwischen dem Fisch.und dem Roß. Thore b), der den Nah.men vermuthlich von seinem Erbauerhatte.

a) lerem. XXXI, 38.

b) Lightfoot. in Deliit. Hierosol.

Turris Heliogabali war zu Rom ver-muthlich in dem Kayferlichen Pallastevon diesem Unflate erbauet, und vonaussn mit einem Pflaster von güldenenund mit Edelgestcincn besetzten Tafelnumgeben, von dem er sich herunter siür-tzen wolte, wenn er etwa» überfallenwerden, und sich sonst nicht möchte hcl-fen können, mit dem Vorgeben, daß auchsein Tod kostbar seyn, und niemand alsoumgekommen seyn müßte a). Alleines wurde ihm doch so gut nicht, sonderner wurde auf dem Secrete erstochen, woer sich hin retiriret hatte, sodenn mitHaaken auf den Gaffen und durch dieCloacas geschleppet, und endlich in dieTiber geschmissen, nachdem man schwereSteine an ihm gebunden, damit er nichtwieder empor kommen möchte und dc.graben werden können b).

a) Lamprid. Ileliogab. c.33. Donat.de Vrb. Rom. lib. III. c.3.

b) Lamprid. /. c.

Tun is Tlematb war ein hoher Thurmauf der Mauer der Stadt Jerusalem,besonders der Stadt Zion gegen Abend.

flofmann. Delin. Hierosolym.

Turris Hippica, Gr. nf^yos itjtix«,der Roß - Thurm, wurde von HerodeM. auf der so genannten Alten Mauer,oder die um den Berg Zion gicng, ge-bauet. Er war 2; Ellen auf jeder Sei-te breit, mithin vicreckicht, und nur 30Ellen hoch, hingegen stund auf ihm eineWasser-Kunst mit einem schönen Ge.bände darüber, welches ihm eine Höhevon 85 Men gab a). Er war einer

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