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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2891-2892
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2891 T V L

Svom erbauen ließ a) . Cs ließ solches,

TVN

f) Sallust. /. e.

Uad) einign, Scruius Tullius b), nach ' g) Donat, de Vrhe Roma lib. II. "J«andern aber Tullus Hostilius mithin- c./ q. UiiU

Jtlt^un c), und gieng es 12 Fuß noch h) Franzin. Rom. antic. e modern.tiefer unter die Erde, als das andere Ge- />.

fangniß, war mit starcken Mauren und ,) Misson. Itiner. Ital.Epifl.29.^hdergleichen Gewölbe versehen, sonstaber TVIVIVDTV 8 war eine Aridesfinster, voll Gestanck und überhaupt von Kriegs, da wegen allzu geschwinder undeinem sehr fürchterlichen Anblicke ä). grosser Gefahr der Rath den Bürgerinn.

Indessen dienete es zum Aufbehalt gross siern Befehl gab zu sehen, »e quid detri- ^ser Verbrecher, und stund unter der Auf- menti resp caperet, mtauf aütRatbzfyt» 1 jj»ficht der Triumuhorum capitalium e), ren ihre Togas ablegten, und die Saga « ^welche die Missethäter darinne erwür- anzogen, die Gerichte und Kauff-Lädengen liessen, wie selbst dem Stadt-Richter geschloffen wurden, die sonst vom Kriege 7 ^.Tcmulo, und andern Anhängern des frey waren, mit daran musten, und warCatilinae, ttjiebetfuljr f). Jetziger Zeit denn in gantz Rom nichts als Waffen, ^ist über solches Gefängniß die Kirche S. Soldaten und Lerm zu sehen a) , weil nie- - ^Petri in Carcerc erbauet, weil solcher mand was für sich thun durfte, sondern L®Petrus mit dem Apostel Pmllo auch in alles sich zum Kriege, oder doch zur Ee- 'demselben sollen aufbehalten worden genwehr anschicken muste b.) ! !\

seyn, ehe man den ersten gecreutziget, den a) Cic. Philipp. V. c.n.andern aber mit dem Schwerdke gerich- b) Liv.lib.III.c.iy. & lib. 1111. e.ii. ®

tet g). Wie man denn auch alleweile TVNICA war ein Kleid der- '»j®®

darinne erst ein Zeichen in der Mauer ge- mer, welches sie unter den Togis trugen, äwsehen, wider die S. Petrus angeschlagen, wie wir etwan unsere Westen unter den ÄMals er die Treppe hinunter gefallen, da Ober>Kleidern zu tragen pflegen. An- ßMdenn die Mauer wie weichcsWachs nach- fangs hatten sie dergleichen garnicht, WMiigegeben, und er den Kopf grossen Theils sondern nur ihre Ober-Röcke a); Her- tWjin selbige hineingedrückt; und da beyde nach trugen sie dieselben wohl, allein sehr i)wlL IApostel ungemein gedurstet und sie zu enge und kurtz, also, daß sie nicht weit un« CiomGOtt deßwegen geruffen, soll ein schö- ter die Schultern reichrtcn, dergleichen l AUner Qvell in demselben entsprungen seyn, die Griechen bey nannten b). t) Cic, C

daraus sie sich erqvicken können, so aber Nach der Zeit trug man sie immer langer kttnunmehr auch wieder verschwunden, und länger, bis endlich gar auf die Füsse, tztzMund von dem andern Merckmahle soll welches aber für etwas weibisches gehal« 1 Horat.,auch wenig oder nichts mehr zu sehen ten wurde c) z wogegen ihr rechtes ^seyn, weil man unvorsichtiger Weise eine Maaß war, daß sie bis was weniges un- ; te®,,Thüre hindurch gebrochen hat k),unge- ter die Knie giengen 6 ). Allein bärge-acht sonst doch einige neue Reise-Be- gen trugen die meisten auch deren 2 über ^ :Jjschreiber melden, als ob noch das gantze einander, wovon die obere oder äussereGesichte des Apostels in der Mauer zu eigentlich die hieß,die unterste oder ^sehen, welches er hineingedrückt, da ihm innere aber Subucula e), manche im ^ein Soldat eine solche Ohrfeige gegeben, Winter deren auch wohl noch mehr k), ^ ^daß er mit dem Kopfe wider selbige an- und zwar war es eine Kleidung sowohl ^geflogen i). So wenig treffen Mahrgen für Männer, als Weiber, nur daß sie diese ^mit einander zu. doch jederzeit länger, als die Männer tru- 1

a) Sex, Ruf.^ P. Victor Reg. VIII. gen g); wie auch selbst die Knechte h).

ap. Nardin. lib. V. c. /. Sie war anbey von Wolle, und weiß '), ^

b) Panuin, Marlian. alii ap. Pitisc. in und zwar,wie sie die gemeinen Leute tru- ,

Tullianum. gen, schlecht und unverbrämt, wogegen

c) Varro de L. L.lib. IIII.c.32. der Ritter ihre mit schmahlcn Chiuis,W , iii,

d) Sallust. Catilin. c. j-f. Rathsherren ihre aber mit breiten best-3U ;

«) Liv. lib. XXX'tl. c. 26 . tzet waren, als», daß man alle 3 Stande ,, i».i,