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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2441-2442
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ttaM nur einer überhaupt vor dem %Ulerheiligstcn gewesen, setzt wieder di-snurirenö genung, wie nicht weniger,warum die Jüden in ihren SchriftenMts von diesem Wunder gedencken g).Wenigstens aber kan er vor Alter nichtmriffen seyn, weil beyde VorhängeähM neu verfertiget wurden ; undLr von Magdgen, die ihre Monat.Zeit noch nicht gehabt r); allein manmöchte bald wieder fragen, wie Magd.gen von diesem Alter diese so langen, drei-im und 8o Zolle starcke Vorhänge Hand-thieren und sie nicht nur zusamme, son-bmt auch so viele und künstliche Figu-rm hinein wircken körmen. Jedochquam multa dicuntur , qu® non in-telliguntur ?

a) Hebt. VIIII, 3.

b) Ioseph. Antiqu. lib. III. c. Re-land, Antiqu. vtt. Hebr. P. I. c. f.

§. jS.

c) lken. Antiqu. Hebr. P. I. c. 7. §. r?.

d) i Reg. VI, 2. io. lken. I. c. cap. 8.

§> P-

c) Id. I. c.

f) Lund. lud. Heiligth. lib. II. c. 6.n.:.

g) Id. I.c. n.43.

h) lken. /. c. §. 4/.

i) Lund <pf ad eum Wolf. /. <?.

k) iReg. VI,3/.$2. P 7 /,;o,R.Iud. Leodt Tempi, lib, II. c. 23. §. 206. ap.Lund. /. c.

l ) Lev.XVl, 17.

m) R.IudaLeo<£r alii ap. Lund. &Wolf. ad eumd. I. c. n. 63.

n) lken. Antiqu. Hebr. P. I. c. 8■ §. 4/.

o) Middoth, l’Empereur & alii ap.Lund. lud. Heiligth. lib. II. c. 6.

"■ 54.

P) Wolf, ad Lund. I. c.

q) Lund, ad e«m Wolf. I.c. «. ;8.

r) Iuda Leo /. c.

SANDALIA waren erst nichtsWcrch als blosse Sohlen unter dieFüs-R. welche mit Riemen an diese beftsti-Schund sowohl von Männern, alsWei-°krn getragen wurden; allein mit derMmachte man auch etwas Ober-Le-<5 “‘Mus, daß zum wenigsten die gan-n? ° bedeckt wurden, dieses»er «Uder aber schlitzte man bald auf

allerhand Arten auf, bald zierete manes mit Golde, Perlen oder Ldelgesteinenaus, und machte mithin eine Art derschönsten Pantoffeln daraus, also, daßauch mit selbigen insonderheit die Ju-dith den Holofernes zum Narren mach.te a). Indessen hiessen sie doch gerin-ger, als Schuhe; daher auch Lhrislusdiese den Jüngern untersagte b), jeneaber erlaubet« c). Da sie aber einStück des vornehmsten Putzes des Frau-enzimmers waren, hatten sie nicht nurihre oder Futterale, worin«

ne sie dieselben aufhubcn d) ; sondernauch ihre besondern Bedienten darzu, diedaher Sandaligeruli e), oder Sandali-gerula hiessen f). Hierbei) aber trugman sie auch sonst nur im Hause i undwurden daher auch von den Brautenangezogen, zum Zeichen, daß sie fein da«heim bleiben und nicht sehr aus-undherum lauffen wollen g), indessen aberbrauchte man sie bey Gelegenheit aucheinander den Kopff damit zu bläuen h).

a) ludith. XVI, u. Balduin. de Cal-ceo antiquo c. 12. Nigron. de Gallig,cap. 12. Rüben, de Re veß. lib. II.

C. !.

b) Luc. X, 4.

c) Mare. VI, p.

d) Menander ap. Pitifc. in Sanda*lium.

e) Marthl. lib. VIII. Epigr. rp.

f ) Plaut. Trin. Ad. II. Sc. /. v. 22.

g) Plutarch. Quast. Rom. n.30.

h) Ter. Ernt. Ad. V. Sc.y. v. 4.

SANDAPILA war ein Sarg wie

ein Kasten, ohne Deckel von gar wenigBretcrn, worinne die armen Leute a) zuGrabe, und auch die hingerichteten Gla-diator von dem Kampf. Platze weg.getragen wurden b). Die sie darinnewegtrugen, hiessen Sandapiloms oderSandapilarii c) , und pflegten solche San-dapila auch wohl mit samt den todtenCorpern zugleich verbrannt zu werden,wenn anders «ine Leiche darinne weg.getragen wurde, milder es etwan zu sa«gen hatte d).

a) Fulgent. Expos. ant. Sermon, c. I.Suet. Damit. c. 7.

b) Schol. ad Iuuenal. Sät. VIII.v. /73.

Hh hh 3 e)Glosi.