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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
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2435-2436
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S A M

S A N

a) Goodwin. Mos. $ Aar. lib, I. e.//. §. / 6 .

b) Iken. Antiqu. Hebr. P. I. c. 6. §. /4.e) Hottinger. ad Goodwin. I. c.

§- / 5 .

d) Buxtorf. ap. Goodwin. l.c. §./?.

e) Id. ap. eutnd. I. c.

k) Lund. lud. Heiligth. lib.llll.c.u.« 17 -

S A M B V C A war em MusicalischesInstrument bey den Alten , von Figur

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Salmaf ad Vopisc. Aurelian. c. 7.

SAMNITES waren eine Art derGladiatorum, die den Nahmen von denSamniten, einem Volcke in Italien,hatten, weil sie, wie dasselbe, bewaffnetwaren a). Es waren aber dieser ihreSchilde theils mit Golde, theils mitSilber ausgezieret, anbey oben breiter,als unten ; die Brust hingegen war miteinem starckenFiltze verwahret, so Spon-gia genannt wurde; an dem lincken

dreyeckicht, und anbey mit langen und Beine aber hatten sie eine eiserne Bein

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immer kürtzern und kürtzern, allein auchdickern und dünnern, Saiten bespannet

a) . Man will also, daß es ziemlichden itzigen Harfen gleich gekommen sey

b) . Es spieleten aber solches Instru-ment insonderheit Weibs-Volck beydenGastmahlen, die daher auch selbstS«.buca c), oder auch Sambucina hiessend). Sonst aber war Sambuca auch eineMachine von 2 langen Bäumen mitSeilen darzwischen, welche machten,daß sie wie eine Sambuca mit Saitenaussähe, und bediente man sich dersel-ben, wenn man eine Stadt zu Schiffeauf dem Wasser angriffe, indem man sol-che Machine von den Schiffen in dieHöhe richtete, von oben aber eine Fall-Brücke auf die Mauer fallen/ sodenndiese darauf von den Soldaten überstei-gen ließ e).

a) Porphyrio ap. Pitisc, h. t.

b) Voss. Etymol. in Sambuca.

c) Spartian. Adrian, c. 26. ffiadeumSalmas. /. c.

d) Plaut. Stich. Act. II, Sc. 2. v. 5/.

e) Festus in Sambuca ; Veget, lib.////. c. 21. Lips Poliorcet. lib, I.Diät. 6. Scheffer. de Milit. nav.lib.III. c. 7. ap. Pitisc. b t.

SAMIARII waren Leute, welchemit Kreide oder vielleicht Gchmergelaus der Insel Samos das Gewehr, alsSpiesse, Degen, und dergleichen pvlir-ten, daß es blanck blieb, und mithinsich sonderlich bey den Kayserlichcn Leid-Garden mit befanden, dero Waffen fürandern ein gutes Ansehen haben musten.Hingegen war Samiator , welcher dasGewehr schliff oder scharf machte, nach-dem oM Samia unter andern auch einenEchleiff-oder Wetz-Stein bedeutet.

Schiene, oder Ocream, und auf demKopffe ein Casquet mit einem grossenFeder - Busche b). Vor der Kayser Zci-ten machten diese Art Fechter gar eingrosses aus; hernach aber hörete manvon ihnen nicht viel mehr, und scheinetes, daß aus ihnen die sogenannten Ho-plomachi geworden, deren hernach garoft gedacht wird c).

a) Liv. lib. VIIII. c.40.

b) Id. l.c.

c) Lips Saturn, lib. II. c.u. Thys dtGladiator, ap. Pitisc. h.t.

S A N C T V M, da» Heilige,xgdr» a), war der erste Theil der Stifts«Hütte, durch den man hernach in dasSanctum Sanctorum oder Allerheiligstekam, als von dem es mit einem Vor-hänge unterschieden war, der an 4 hol«tzernen starck überguldeten Seulen mit ih-ren silbernen Füssen hieng. Es war lang20 Ellen, breit und hoch aber 10 Ellen,und hatte den Eingang gegen Morgen,welche Seite ein Vorhang bedeckte, so an5 höltzernen überguldeten Seulen mitehrinnen Füssen hieng. In diesen Theilder Stifts-Hütte kamen nur die Prie-ster, allein doch auch nicht, ohne wennsie etwas darinne zu verrichten hattenb). Wogegen andern Leuten es beyVerlust des Lebens verboten war, da-hinein zu kommen c). In selbigem stun-den sodenn der Rauch-Altar, der gülde-ne Leuchter, und der Tisch mit den Schau«Brodlen, erster in der Mitten, der an-dere zur lincken, und der driite zur rech-ten Hand, wenn man nach demAllerhei-ligsien zu gieng, beyde aber dritthalbElle von der Seite oder Wand des Hei-ligen ab, und anbey der Rauch-Altarder Vorder-Seite gegen Morgen naher,

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