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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2427-2428
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p) Dion Excerpt. Conftantin. Porphyrrog. p.föQ.ap. Picisc. in Salii Col-lini.

q) Inscript. ver. ap. eumd. b. t.

r) Spartian. Adrian, c.//. Guthber-leth de Saliis c. 7.

s ) Id. /. c. cap. 6.

SALINAE waren Oerter, wo manSaltz bereitete a), dergleichen TullusHostilius zuerst zu Ostia an legete b), her-nach aber wurden deren mehrere hinund wieder errichtet, welche theils derRcpublic, theils Privat-Personen zu-stunden. Man verurtheilete dahin dieUbelthater, wie in dieBergwerckec), be-sonders aber doch das Frauen-Volck,von den PrivatSaltzwercken muste demPublico ein Zoll abgegeben werden d),und, da dergleichen in einem Lande wa-ren, durfte man kein fremdes Saltz da-hin bringen e). Salina hiessen zu Romauch die Saltz-Häuser, wo man dasauf der Tiber angekommene Saltz auf-schüttete 5).

s) Cic. Manil. c.6.

b) Liv. lib. I. c. 33. Plin. II. N. lib.XXXI c. 7.

c) L. fs. de captiv. ss poßl.

d) Liv, lib. XXVllIl. c.37.

e) Liv. lib.XXXXV. c.29.

f) Id. lib. II1I. c. 47. Nardin. lib. VII.c-3-

SALINVM war ein Geschirr, wor-jnne sowohl das Saltz auf den Tischgesetzt a), als auch den Göttern ihr Opfermit gebracht wurde b). Wo indessendergleichen nicht auf einem Tische stund,hieß er nicht heilig c), und, da es je-mand auf demselben mystieß, solte esihm Zanck und Streit bedeuten d).

a) Horat. lib. II. Od. 16. v. /4.

b) Liv. lib. XXVI. c. 36. Val. Maxim.lib. 1111. c. 4. n. 3. Schol .adHorat.I. c.

c) Arnob. lib. II.

d) Stuck. Antiqu. Conviv. lib.l. c.26.ap. Pitisc. in Sal.

SALIS ATORES wareneineArtWeissager, welche aus dem Fippcrn oderBewegen der Theile eines Menschens,zukünftige Dinge vorher abnehmen wol-

^Augustin. ap. Titisc. b. t, Isidorus

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lib. VIII. c. 9. Bulenger, de Omin.c. 2.

SALITIO war eine der Kriegs»Übungen für junge Römer, da sie aneinem höltzernen Pferde lernen mustenauf rechte zu springen. Sie musten eslincker und rechter Hand thun können,auch wohl ein blosses Schwerdt oder ei-ne Stange darbey in die eine Hand rieh-men.

Veget, lib. II. c.j8. Pceschel. ad Po-lyb. de Milit. Rom. c. VI. §. 7.

SALTATIO, ijötf Tantzeir, wur-de von den Jüden gar sehr gciiebtt.undzwar tantzeren sie bald eintzeln, bald ingantzen Chören, bald Männer allein,bald allein Jungfern, da jene es auchwohl bey Nacht, und mit brennendenFackeln in den Handen thaten die sieim Tantzen in die Höhe würfen und wie-der aufficngen a). Die Griechen such-ten dabey allerhand Sitten und Ge-müths-Bewegungen mit auszudrücken,nach dem als die Music angab b), undunterschieden ihre Tantze in Zriedenssund Rriegs-Täntze, fodenn aber wa-ren sie auch entweder Lacedämonische,Lretcnfiscke, Ionische, Mantineischeu.s.f. nach den Landern und Orten, wosie erfunden worden, oder besonders imBrauche waren; noch mehr waren sienach ihren Erfindern Saltationes Pyr-rbicbia oder Telejia ; wieder andere wa-ren Saltationes tornatiles , da sie sich indem Kreise dreheten, oder insana, alsCaudifer, Mongas, Tbermauflris undAntbema; andere ridicula, als lgdis,MyBerijinus, Apoclsinos, Sobas, Alor-pbaßnus, Glaux &c. andere scenica, alsdie Saltatio Tragica, Comica, Satyrica;andere lynca, als die Pyrrbicbia, Gy -mnopadica und Hypochrematica c) ,und kamen sie insonderheit an auf das%*«*, was sie damit ausdrücken wöl-ken ; auf 4 >cpa> die Bewegung des Ge-müths, und , was sie damit anzei-gen wollen, als die Erde, den Himmelu. s. f. d). Die, so tantzten, waren inson-derheit die Cincedi , Pantomimi U. d. g.eigentlich aber doch junge Leute, Jung-fern und Junggesellen, die es zur Lustthaten, wie andere Leute zur Gesundheit,nach der Vorschrift der Medicorum e).

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