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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2403-2404
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p) Id./.C. $./.

<]) Lucian. in Pseudomante.

r) Menander^.Pfeiff./.c.

s) Pollux /. c.

Bey den Römern wehlete so fort Ro-mulus deren aus jeder Curia zweene,und zwar die über 52 Jahr alt, vongutem Geschlechte und untadelhafterLcbens-Art,auch weder gebrechlich, nochsonst an ihrem Leibe mangelhaft waren,anbey ihre Weiber noch hatten, die nichtweniger auch als Priesterinncn angese-hen wurden, und ebenfalls ihre Ver-richtungen in Verehrung der Götterhatten a). Numa setzte deren noch mehr«in b). Und zwar wurden sie erst inge-sammt allein aus den Parrlcüs erweh«let, bis endlich die Plebeji auch mit da-zu inusten genommen werden c), wobeyan der abgehenden Stelle von dem Col-leg'o wieder andere erwehlet wurden,bis solches Recht Cn. Domitius Ahe-nobarbus dem Volcke zueignete d). Al-lein, es wechselten die Dinge solange ab,bis endlich die Kayser das Recht beydennahmen, und die Priester allein einsetze-tcne). Indessen wurden sie nach ihrerWahl ordentlich inaugurirt f), wobeyes ingemein auf einen sehr kostbarenSchinaus mit ankam, so Coena aditialishieß g). Auf den Köpfen trugen sieApices, Tutulos, Galeros, Vittas u.fc. g.

von denen unter diesen Nahmen einmehrers noch zu sehen. Manche gien-gen darbey barfuß, manche in Schuhen,manche in Pantoffeln b). Ihre Aemterbehielten sie Lebenslang!), wobey siefrey von allen Kriegs-Diensten waren k);doch aber nicht von den ordinairen Ab-gaben 1 ). Ihrer waren anbey viel Ar-ten, als die Luperci, Potitii und Pinarii,die Fratres Arvales , die Augures , dieVefiutes, die Flamines, die Salii, die Pon-tifices, der Rex Sacrificulus, die Galli, dieLpulones, die Sodales Titii, Quirinales,Augufiales, Claudiales U. f. f. weiche dennwahreren bis auf die Zeiten 'TheodolitM. der ihnen die Einkünfte und Freyhei-ten entzog womit sie auch von sich selbstzerziengen m). Ihre Bedienten undHandlanger waren die Aeditui, Vißima-rii, Pop te, Camilli U. d. g.

a) Dion.Hahc. lib. II. c. 3.

b) Id, l.c. Struv. Antiqu. Rom. c.n' ^

p.jvf. Manut. de Legg.c.i, M

c) Li v. lib. X. c. 6.

d) Cic. de Amic. c.23. Sigon. de Ant.

lur. C . R. lib. I. c. 20.

e) Dio lib. LI. Struv. /. c. p. Si. D"

gon. de Ant. Iur. C. R. lib. I. c.g. i' 1 ®

f) Pitisc./;. t. K fl 1

g) Vid. Coenaaditialis. jirf 1

h) Pitisc. l.c. Iiit.

i ) Dion. Hal. /. c. Plin. lib. IUI. c. 6. ? f 1

k) Cic. Quafi. Acad. lib. Illi. c. 33. »f 1

Dion. Hali c. /. c. M

l ) Liv. lib. XXXlll. c. 43. Struv. I. c. iit l:

p. fÖ2.

m) Zosim. lib. V. c. 38. Struv. 1 . c.

p.fög. si

Die Teutschen hatten ebenfalls, Prie- «Ssier und Priestcrinnen. Jene waren

die Druidtn , Vates und Bardtll a) : Die-se aber insonderheit die Alraunen b). imJngesammt aber musten sie von gutem ta!Geschlechte seyn c), zumahl sie sehr viel «1auch beym Regiment mit zu sprechen ilvhatten, so, daß auch alle Bestraffungenmit Worten, Banden und Schlagen H!von ihnen dependim«! d). Wogegensie aber auch nicht leicht von einem an- ! iiidern Volcke mehr in Ehren gehalten .ch»worden sind e). Wie denn deraleichcnauch hernach so fern unter den Christen 1) %blieb, daß wenig fehlete, die iTeukschen i)f fwaren ingcsamt Knechte der Pfaffen ; tgeworden, als die sich auch wohl ehr ysollen haben vernehmen lassen, daß sie (; y,dieselben noch wollen Heu, wie dieOch- fj G ,sen fressen lernen, von welchem unan« / ^ständigen Tractament aber sie GOtrendlich vornehmlich durch D. Letthern ^befreycthat.

a) Strabo lib. llll. "

b) Sched, dc Diis Germ. Syngrarmn. , 111

IU.c.40. ,*

c) Mela lib. III. c. 2. , ' !

d) Tacit. de Mor. Germ. c. 7. .

e) Hachenb. Germ. med.Dijf. VIIL , ^

S A C R AMENTVMwt unter >andern eine grosse Summe Geldes, die ^ein Kläger so wohl, als Verklagter indem Gerichte niederlegen musten, und, ,wenn der Proceß aus war, bekam der, .*so Recht behalten, das seinige wieder, >

des 1