n) Fresa. Glos. Lat. in Rota.
Rubia Lex, s Lex.
Robigalia, s. Robigalia.
Rubigus, s. Robigus.
Rubria Gens, s Gens.
RVBRICA, Räthel, ist eine rotheErde zum Mahlen und Schreiben. Diebeste wurde ehemahls in Ponto, EgYP-ten und Spanien gefunden a ). I».
dessen aber wird es auch für Zinnober-Roth gebraucht, und daher infonderheitauch Rubrica ein Titel in den Rechtengenannt, weil man dieselbe ehemahlsinsonderheit roth, wie den andern Textschwartz schrieb b). Einige meynen, essey in den Gesetze» geschehen, als obstesofort mit Vergiessung des Bluts dro-helen, da man sie nicht halten würde c);Wogegen es in Privat-Schriften we-nigstens nur zur Deutlichkeit, und allesdesto leichter zu finden, dienete ä), ohne,daß es auch wohl nur eine Zierlichkeitheissen und die Dinge den Augen destoangenehmer machen sollen. Indessenverstehet sich daher das Sprichwort:Non inteüigitur nigrum , niji legitur ru-brum, nehmlich, daß man vor allen solleden Titel lesen, wenn man das Gesetzverstehen wolle e). Und da man auchdie Titel der Bücher roth schrieb, hatteman ein anderes Sprichwort daher:Plus oder auch Minus habet in nigro,quam in rubro, es verspricht mehr, oderweniger,«ls es in der That leistet.
a) Victruv. lib. VII. c.y.
b) Hugo de prim. Scrib. Orig. 0,3/.if ad ettm Trotz. I. c.
C) Prudent. c. Symmach. II. v. 468.Quinttil. lib. XII. C.3.
d) luuenal. Sat.XlIII. v. iq2.
ej Borremans. Var.Lefl. c.4.
Rudiarii, s. Rudis.
R V D I S war, nach einigen, einEchwerdt von Holtze a), nach andernwer ein weisser Stab b), welchen einöecfjter oder Gladiator, zum Zeichenfeinet Freyheit von fernern Fechten, be«fam c). Er hieß davon Rudiarius,jwb war zwar nicht gezwungen, sich wei-*er mit einzulassen; jedoch aber, da der-Smchen Leute oftmahls ein grosses Geldvekamen, und Tiberius deren einemwohl ehe über zooo Thaler unsers Gel«
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des gab d), machten sie doch dann undwann noch eines mit, zumahl man will,daß sie sodenn nicht mit scharfen Schwer,ten, sondern nur mit holtzernen gefoch.ten e) v Indessen aber, da sich einerselbst für einen Gladiator verkausst hat-te, bekam er mit dem Rüde seine Frey-heit wieder; da er aber ein Knecht war,blieb er zwar ein Knecht, durste aber dochweiter nicht mehr mitkämpfen f). Je.doch kunte anst) wohl ein junger Fechterdergleichen erhalten, wenn er sich ein«mahl besonders wohl hielt g), und zwarertheileten selbige bizLanijla oder Fecht-meister h); oder auch das Volck i), undwurden die alten Gladiatores sodenn in«gemein wieder Lanisia k); oder beka-men auch sonst ihren freyen Unterhaltvon der Republic 1), ihre gebrauchtenWaffen aber widmeten sie dem Hercu-1 i IN). Indessen hieß daher rude dona-tus auch ein jeder, der in siinem Amtepro emerito erkläret worden war.
a) Dio lib.LXXU.
b) Treb. Pollio Gallien, c. 8. Torrent.ad Stiet. Calig. c. 32.
c) Priscian. lib. VII. p. 767. Edit.Putsch.
d) Suet. Tiber. c.7.
e) Lips Saturn, lib. II. c.23.
f) Pitisc. h.t.
g) Id./.er.
h) Calpurn. Declam. so.'
i) Quinftil. Declam.302.
k) Vid. Lanista.
l ) Desprez ad Horat. lib. I. Epiß. /.v. 2.
m) Horat. /. c. v. 4.
Rufuli, s. Tribuni.
R VGIEWITZ war ein Abgottder alten Teutschen oder vielmehr Wen-den, besonders in der Insel Rügen,der einen Kopf, allein mit / Gesichtern,und an einem Gehencke auch 7 beson-dere Schwerste hängen hatte, das ach-te hingegen hielt er bloß in der rechtenHand. Anbey war er an sich viel di«cker und langer, als ein ordentlicherMann, und wurde er, wie anderweitsMars, für einen Gott des Kriegs gehal.ten. Neben feinem Tempel zu Caren-tia hatte den seinigen auch der Pore-witz, und aus der andern Seite der PosF f ff 5 rcnutz,