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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2379-2380
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*379 ROM

re soll die Stadt vormahls 37 gehabthaben q). Wogegen das jetzige Romderen noch 18 bat r), und, da man zudes Kayfers Claudii feiten 634 Thür-me auf den Mauern gezchlet, sollen ietzoderen noch 366 seyn; hingegen, da esehemahls 7 Berge enthalten, zehlct manietzo deren zusamme in der Stadt 10und den gantzen Umfang mit dem Tnms-tevere und dem Borgn di S. Pietro schä-tzet man auf 16 Italiänische oder 4Teutsche Meilen s). Sonst aber ent-hielt das alte Rom annoch 17 Fora oderMarckte; 8 Campos oder freue Plätze;424 Vicos oder Gassen; 8 Brücken;l6 Thermas ; 956 Dad-StUben; 46602Infulas; 1780 Domos; 1252 Lacus ;054 Pistrina; 2 Capitolia; 3 Amphi-theatra; 3 Theatra; 8 Circos; 2Ma-cella; 5 Ludos; 5 Naumachias; 11 'Nymphaea; 36 Triumph.Bögen; 14Lucos; 29 Bibliothecas; 11 Basilicas;20 Aquaeductus ; 29 Vias ; 327 Hor-rea u. s. f. t). Und die gantze Stadtwurde in »4 Quartiere oder Regionesgecheilet, wie auch noch ietzo u). Und,da man fragt, welches am schönsten ge-wesen, das alte oder das ietzige Rom,so giebt man zwar dem alten von Au-gusti Zeiten an bis auf der BarbarenEinfall den Vorzug, vor und nachheraber dem jetzigen x). Wiewohl es der-mahlen schlecht gnug darinne ausstehet,da die ehmahligen schönsten Gegenden,anietzo nichts als Schutt - Haufen, al-les eingefallenes Mauer-Werck, leerePlatze oder allenfalls Weinberge undGarten sind; wogegen aber ietzo wiederder schönste Theil der Stadt ist, wo vordem die geringsten Leute wobnetcn, mit-hin auch die schlechtesten Hütten waren.

a) Dion. Halic. lib. I. c-3-

b) Hieran, contra lotiian. ap. Pitifc.b. t.

c) Pauli. Merula Cosmogr. P.IIII.lib. 3. c. 33 . Nardin. de Roma vct..lib.l. C.i.

d) Petav. Rat. Tcrnp. P. I. lib. 3. c. 7.

e) Mafcamp. Cbronol. Tab.lll.

f) Calvif Cbronol. ad A. M.3/98.

g) Dion. Halic. /. c,

h) Liv. lib. / c.8.

K u a 2389

i ) Fab. Pictor lib. II. ap. Donat dcV.R. lib.l. c. 3.

k) Dion Halic. l.c.

l ) Plurarch. l.c. Nardin. l.c. cap. 7.

m) Plin. H. N. lib. III. c. ;. Marlian.Topogr. Vrbis lib.l. c.3. Panuin.

. descript. Vrb. ap. Pitifc. b.t.

n) Dion. Halic. ap. Borrich. Ant. VR. Fac. c. I. §. 4.

o) Borrich. l.c. &. <.

p) Id. l.c.

q) Plin. H. N. lib. III. c. s.

r) Franzin. dell Anticbitä di Romac.3.

s) Id. /. c. cap. 3.

t) P. Victor & alii ap. Nardin. lib.VIII. c. 1.

u) Id. lib. II. c. 4.

x) Donat, lib.l. c.3q.

Romanula Porta, s Porta.

Romilia Tribus, s. Tribus.

RORARII waren eine Art Römi-sche Soldaten a), mit leichter Rüstung,welche den Feind zuerst angriffen, undden Nahmen von ras , ver Thau, ha-ben, weil es gemeiniglich erst thauet, ehees regnet b), und sie also erst den Feind,mit leichtem Gewehr angriffen, ehe dierechten Soldaten nachkamen. Ihr Ge-wehr waren Spiesse und Wurf-Pfeilc c),und werden sie unrecht mit den Ac-censis vermenget, welche nur mit Stei-nen und Schleudern fochten d),

a) Liv. lib. VIII. c. 8 - & 9.

b) Festus in Rorarios milites,

c) Ennius ap. Pitifc. b.t.

dj Salmaf de Mi Ut. Rom. c. /4. Alex,ab Alex. lib. Illi. c. 32. & adibuntTiraquell. /. c.

ROSAE, Rosen, waren der Vene-ri gewidmet a), dieneren aber auch denGratien zu Krantzen b); und den Mu-sen c). So braucheke man sie auchhäufig bey den Gastereyen d), weil siewider die Trunckcnhcit dienlich seyn sel-ten e); daher man mit ihnen die Stu-ben und Tisch-Lager bestreuctef), undzwar auch wohl nur mit den Blatterndavon, damit man auf den Stielen undKelchen nicht harte liege g). Also be-streuet« man auch die Tische über undüber damit h); setzte Kräntzedavon auf

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