RAT
r )45
RAD
fcie anoectt es zu einem Ohre hinein undzum andern wieder heraus gehen liessen;die dritten das Gute vergassen und dasBöse behielten; die vierten aber dasschlimme fahren liessen und nur dasgu-te behielten, wie ein Sieb den Staub unddie Spreu fallen laßt, das gute Getrey-de aber behalt k). Indessen kömmt derNahme Rabbi her von rabab, multipli*catus fuit, und bedeutet alfo einen/ quivaria multiplici rerum scientia in-ßruSus est i); sonst aber soll Rabbanzuerst der Simeon genannt worden seyn,der Christum im Tempel auf feine Ar-me genommen, und für den Messumerkannt k), besten 2 Jäter der Hillet, der8 ohn aber Gamaliel gewesen, welchesaber schwerlich sattsam zu beweisen seynmöchte I).
a) Maimon. Pros. ad Mischn, apudHottinger, ad Goodwin. Mos ßstAar. lib. I c. 7. §. /.
b) Mattii XX111, 7 -//,
e) Hottinger. I. c.
d) Id./.c.
e) Goodwin. /. c. §. 7. Cuneus de Rep.Hebt. lib. I. c. 12.
f) A&XXII , 3. Goodwin. I.c. §7.
g) Hotting. I.c.
h) Goodwin. /. c. §. p.
i) Id. /. c. §. /.
k) Luc.//, r§> Lund. lud. Heiligth.lib. IUI, c. 13. tt. 33.
l ) Wolf. ad Lund. I. C.
RADAGAISVS, Radgast, war
(in Abgott der alten Wenden im Meck-lenburgischen und da herum, welche alseine nackende Manns- Person gebildetvurde, so auf der Brust ein Schild miteinem schwachen Ochsen-Kopfe, in derlincken Hand eine Hellebarte, auf demÄopfe aber eine Crone, und aufder Croneeinen Adler mit ausgebreiteten Flügelnhakte. Solche Statue soll von GoldeMesen seyn, und zu Rethra im Meck-lenburgjschen, gestanden haben; alleinvon Ottone M. ums Jahr Christi 966jerftoret worden seyn a). An sich aberm er ein König der Obotriten gewesenstyn, welcher eine Armee von 200000Mann zusamme gebracht, und damilr •.«' 405 bis in Italien gekommen, wosilvst ihn aber Stilico, des Honorii©«
2346
neral, endlich zwischen den Gebirgen an»gegriffen, da er sich seiner grossenNiachtnicht bedienen können, bis 100000 da-von erleget, die andern aber meist ge-fangen bekommen, Wvbrp Radagaisutselbst auf der Flucht ergriffen und nie-der gemacht, die Gefangenen aber, ih.rer Menge wegen , einer um einen Au-reum verkaufft geworden 1>).
») Helmold. Chron. Sclav. lib. I. c.2.& ad eum Bangert. /. c. Schediusde Diis Germ. Syngr. I //. c. 4.
b) Zolimus lib. V. Orof lib. VII. C. 37.Augustin. de C. D. lib. V. c. 33. Am*mian Cbron.ap. Petav. Rat. Temp.P.I. üb. VI. c.i0.
RAMNENSES waren einer vonden ; feilen, worein Romulus dasRömische Volck theilete,welche von ihmden Nahmen hatte, wie die Tatienfisvon dem Tatio, und die Luceres vonbetn Lucumone a). Von einigen werdensie auch nur Ramnes genannt b), undwaren die von dem Romulo so genann-ten Equites eigentlich die Ramnenses pri-mi , wie denn einige besagte z Benen-nungen nur von den z Compagnien Rit-tern oder Reutern des Romuli verstehen
c); wogegen, da diese von deniTargui-nio Prisco verdoppelt wurden, nenneteman die von neuem darzu gekommenen
Ramnenses secundos d).
a) Varro deL.L. lib. IIII. c. p. Ascon.ad Verr. III. Plutarch. in Romuloc. /3.
b) Pers ap.Voff.Etymol. in Ramnes.
c) Liv. lib I. c. 13.
d) Dion. Halic & Livius «/>. Sigon.de Ant. lur. C. R. lib. I c. 3.
R A T l O C l N A T O R tuar bet) bettRömern ein Knecht, weicher die Rech-nung über Einnahme und Ausgabe füh«rete. Er hieß auch a rationibus , und,wenn er seine Dinge so gemacht, daßAusgabe und Einnahme mit einanderrichtig zu und eintraffen, hieß es ratio-nem fibi constare; und, da Man solcheRechnungen exarninirte, hieß es ratio-nes dispungere; befand man sie rich-tig, so machte man Punckte darzu, wel-che bedeuteten, daß es damit seine Rich-tigkeit habe, und also die Dinge abge-than wären, und das hieß rationes ex-Ee ee 3 fungere.