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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2343-2344
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b) Festus in Quirinalia - Rosin, libIUI. c. 6.

Quirinalis Flamen, f. Flamen.

Quirinalis Mons, f. Mons Quirina-lis.

QVIRINVS war so viel, als derRomu'us, nachdem er mit unter dieGirier solle aufgenommen worden seyn.s Lexic. Mythol. in Quirinus.

QVIR/TES hiessen die Römischen.ger, sofern sie sich nicht, als Solda-Mi, tin Felde befanden, und das zu Eh-ren derSabiner, diesich unter demHroIsrio, ihrem Könige, mit den Römernvereinigten, und sonst von ihrer Haupt-Stadt Luris Curetes hiessen, worausnmn aber Quirites macht« a). Indes-sen, da solcher alles Lumpen. Volck zuRom mit begriff, wollen die Soldatennicht Qmritet heissen, sondern höreten

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es lieber, wenn ein Feldherr sie Milites,oder auch noch lieber Commilitones hieß.Jedoch, da sie sich auch etwa» widertspenstig, oder sonst nicht der Gebührnach bezeigeten, musten sie dennoch lei-den, daß sie zum Schimpf und ihrer kro.stitution auch Quirites rituliret wurdenb). Indessen aver, da man mildemVolcke zu Rom redete, war auch wiederdieses der gewöhnlichste und ihm anstän-digste Titel, daß man sie Quirites hieß c).

a) Liv. üb. I. c.ij. VosT Etymol. inQuiritare.

b) Suet. Caf. c. yo. Lamprid. Alex.Sev. c. sj. Sichtermann. de Paen.tnilit. C. /z. Pius Annotat. Poster,c. J87. ap. Piiisc. b. t.

c) Cic. pro LegeManil. c.j. Catili».II. c. /. III. c. /. sfc. Liv. lib. IIll.c.j. V. c.j . VI. c.40.

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R A B B I war ein gar gemeiner Titelbey den Juden, den sie ihren Leh-rern gaben, und an sich zwar mehr, alsKab, allein auch nicht so viel als Rah-ban sagen wolte. Massen man dieseGluffen darmne machte , Rah, Rabbi ,Rakban, und sodcnn den Nahmen gantzschlicht setzte, daß also <.E.6H»eo»mehrhj-.ß, als Rah Simeon, Rabbi Simeon undRabban Simeon a). Indessen aber wa-ren solche Titel ingcsamt erst alleweilenach der Babylonischen Gefängniß auf-gekommen, und soll lochanan Cboronitader erste gewesen seyn, den man Rabbigenannt hat. Allein zu Christi Zeitenwar auch die Begierde nach demselbend.sto grösser geworden, also daß Chrisfius auch seine Jünger selbst dafür war-nere b). Wie es denn auch zum Gesetzgeworden war, dergleichen Titel ja nichtzu unterlassen, zumahl musten die Schü-ler saaen: Sey gegrüsier meinHerk,mein Rabbi oder Meister. Und, dai uch eurer schon gestorben war, solle maniiiu doch nicht nennen, ohne ihn nochRabbi ju heissn c). Wie sie denn so garschreiben dürfen: Ein iever soll seinemMeister oder Ri»l>/-/ init grösserer Ehstc, als seinem Vater begegnen, unS

wenn einer in feiner Meynung vonseinem Meister abgehet, ist ea ebenso viel, als gehe er von GVtt ab,und, wer mit seinem Meister streistct, thut eben, als streite er selbst mitGGtt d). Wenn aber einer mit derZeit auch ein solcher Rabbi werden wöl-ke, und er dasSeinige so ziemlich grler-net hatte, legete man ihm die Händeauf, und machte ihn zu einem Chabaroder Mit-Gesellen, indem der Rabbisagte: Ick lege dir dieHanv auf, unddie Hand soll dir aufgeleget seyn; oderauch: Ich nehme dich in Gesellschaft,und sey aufgenommen e)! Und darrdenn so viel gelernet, kunte er von daan andere wieder lehren. In den Syn-agogen saß denn der Rabbi auf einemhohen Catheder, die Socii oder Confor-tes etwas niedriger, die Discipuli oderJünger aber gar zu dessen Füssen f),wiewohl auch diese nur gestanden habensollen, und das zwar von Mosis Zeitenan bis auf und nach dem Rabban G>maliel g). Ihre Schüler verglichen siedarbey theils den Schwammen, theilsden Clepsydris , theils den Seiger Sa-cke», theils den Sieben, davon die er-ste» alles ohne Verstand annahmen;

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