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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
2329-2330
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ders aber hatte er die Vrnas jurn Von _(n m seiner Obsichtc). Er saß anbey aufseiner 8 - 11 - cumli. Hütte ein Schwerdtum Zeichen seiner Gcrichtsbaikei, beysich liegen, zu Aufwärtern aber scinel-r-stores, Scribas, Accensos U. <t. d). Vorunberrt aber waren dißfalls die Qfiast-lores parricidii, welche umersucheu mu<sten da ein Mord insonderheit an einemRömischen Bürger vorgegangen wäre).Indessen aber versahen solches Amt der(^urlicorum erst selbst die Könige,-denn die Bürgermeister, ferner die das«Botet besonders darzu erwehlete, bis A.V 604 die Quaestiones perpetuae eing««führet und das Orectoriurn darbey denPretoribüs Mit aufgetragen wurde f).

a) Gruch. de Comit. Rom. lib.I. r .2.ap. Pitifb. h.t .

b) Lid ad Her ernt lib. HtL c. zs. isBrüt. c. (-4. itetn pro Mur. c. io.

t) ld. Velin. £.14. Virg. Aen. lib. Vt.0.432. Sigon. de tudic. lib. ll.c.21.

d ) Cic. pro Cluent, c. 43. Brüt. c. 84.Sigon. l.c. cap 4.

e) Festus in Quaesitores parricidii.

f) Sigon. /. c. cap. 4.

QV AES T I O warft» viel. alsWas man ietzo eine Inquisition nennet,dergleichen denn ein Quisuor ditigitte,der nach Vertreibung der Könige besou-ders darzu erwehlet wurde, zumahl drtdie Bürgermeister nicht mehr Zeit darzuhätten, bis endlich A. V. 4 die Quae-stiones perpetue eingeführet, und da-her den Praetoribus mit auferlegt wur-de solche zu versehen, da es hieß! Detu res Pratoris quafiio esto » oder Pra*to>', qui ex bac lege quieret, facito, vt ist,Und dahin gehöreien denn die Q.ae-stiortes di peculatui demaießntei detmbitü u. d. g. wozu denn auch 4 vonden 6 Praetoribus bestellet waren; allein,da auch die Questiones perpetuae deSiceriis, de Veneficis, de Falso und derarricidio datjU kamen, Wurden auchnoch 4 »rue Praetores erwehlet > iedoch«»et auch immer bald diese, bald jeneAenderung dißfalls vorgenommen.

»'goa. de lud, lib. IL c.4.

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QVAESTORES Waken unter»schieolich.r Art bey den Römern, wiehcrnaä) zu sehen; iedoch aber hatten dieGriechen dergleichen auch die sie aber inihrer Sprache Tau/«* nannten, welchedie eingehenden Zölle uno Gaben «mBeyseyn des Raths ist Empfang Nah.wen, vei wahreren, wieder auszählet««und ihre Rechnungen darüber fühirten.

Poliux lib. Viti, c p. tt. i£>.

Queestores terarii waren LeUte juRoM,wcieye das gemeine Geld eintrieben a),und in Rechnung brachten, wdgegett dieAusgabe desselben die Tribüni arariidirigii ten j und insonderheit den Quae-storibus der Proconsulum ihr angewie-senes Quantum wieder auszählet«» b).Es waren ihrer erst zwey, welche in Co-mitiis tributis erwehlet wurden, nichtnur das gemeine Geld verwahret««; son-dern auch die gemachte Beute verkauff«ken; den Soldaten ihre Belohnung aus«siclleten; den fremden Gesandten ihreGeschencke gaben, und was der Dingealle mehr waren, welche sich mit zuneh-mendem Reiche auch immer mehr undMehr vermchreten, daher denn der Quae-storum mit der Zeit 4, ferner 8 und end«lich gar 40 gesetzet wurden c). Ob sieMit den Quastoribus einerley ge-

wesen, will man zwar zweifeln; iedoch,dem Ansehkn nach, ohne Ursache u), In-dessen stehet dennoch von diese» hernachNoch ein mehrers zu sehen.

a) Varrö äp. Sigon. de Ant. lur, C. R.lib II. c.8.

b) Sigon. /. c.

c) Plutatch. in Publicol. Gell. lib.XlII. c. /3. Kipping Antiqu. Born.lib. 11. c>3- §. 11.

d ) Ptevot. de Magistrat. Pont. c. 14.ap. Pitisc b. t.

Quastores candidati waren kellte, diezu veom der Kayftr Befehle und Verord-nungen in dem Rathe ablese» musten a)<Es war solches die erste Stuffe zu denhöher« Ehren »Aemtern, und, da sie in-gemein lauter gelehrte Leute waren, wur-de diese ihre Bedienung immer höher undhöher geachtet. Wie denn endlich auchsie die Kayserlichen Lonstirntiones oderVerordnungen mit unterschrieben, undalso fast d,e Stellen der »ehigen Laub-

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