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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2313-2314
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Purpura Girbifana WSk fitt PUtpUk,b«r in der Insel Girbe, so auch Me.n inx hieß, gefgrbek, und auch fur schön«halten wurde.

Pollio Qlaud c, 14. is ad tum 8 sl'maf. /. c.

Purpura Laconica TOUCOC V0N Schne-

Angefärbet, welche sich in der See anhaconien befunden, der an SchönheitMn dem Lyrischen wiche.

Pausan. Lacon, c. 21. Plin. H. N. lib,VI 1 IL c. }6. Horat. lib. IL Qd.i8. v, 7.

Purpura phbtia war ein dunefel.ro>lherZeug dergleichen die gcmeinenRaths«H.-rren und Ritter trugen, auch mehrCarmesin, als Purpur, gewesen seynsoll, ob sonst d.nnoch auch das Pfundfcjg IOO Denarios gekommen , da derandere bis iogq gekostet.

Cic. pro Sext. p. 8. Braun- de Vefl,Sacerd Hebr. lib. J. c. 14. ap Pi.tisc. b. t. Ferrar de Re veß. lib. /.c. 3. §. /9. ap. cumd. I. c.

furpuraProbiana, f. PurpuraAlexan.drina.

Purpura Tyria war der Purpur, wieer zu lyms bereitet wurde, so sie vorallen andern den Preis hatte a). Erhieß auch Purpura Sarrana, weil Ty-rus in den ältesten Zeiten auch Sarrageheißen haben soll b), und wird porge«geben, daß ein Hund Ursache zu dessenErfindung gegeben habe- Massen alsHercules sich zu Tyro in eine Nymphedieses Nahmens versiebet, sein Hundaber ungefehr eine Purpur.Schnecke ge-fressen, und sich das Maul damit rothgefärbet, habe die Nymphe dem ttepeuls«>»t eher einige Gefälligkeit erweisenvollen, bis er ihr nicht ein Kleid vonvlcher Farbe verehre, daher er denD a;en nachgegangen, bis er diePurpur. Schnecken gefunden, undmit deren Blut begehrtes Kleid ge.färbet c); wiewohl anders aus solchemHercule auch nur einen Hirten ma>chen d). s. vorher Purpura,

*) Pausan. Lacon, p. 2/.

b ) Gell. lib. XUli.c.6.

c) Pollux lib. I. c. 4. Nonn. Dionys.lb. XXXX. v. 2ffj.

d) Nazianz, adv. Julian. Qrat. III.ap, Pitisc. h t.

P V ST E R V S , pustricd, pea«strich, soll ein alter Teutsche Götze ge-wesen seyn, den man insonderheit amHartze herum verehret. Sein Bild hatman zu Rorenburg, einem alten Schlos-se in der güldenen Aue, gefunden, vondar es nach Sondershausen gekommen,und hieselbst noch auf dem Schlosse zusehen ist. Es ist von einem gantz unbe«kannten Ertzte, wie ein kleiner nackenderJunge, ohne Füsse, so die rechte Handauf dem Kopffe, dje lincke ader aufocmlincken Knie, sonst aber ein paar tickeaufgeblasene Backen hat, als ob erblasen oder pülten wolle, wovon erauch den Nahmen bekommen, vorn i nGesichte und oben auf dem Kop^e hater zwey runde Löcher eines kle-mm -m-gers weit, und, da man üfö voll Was-ser gießt, die Locher aber sovest!« mitPflöckern zuschlägt uuo Feuer unter ihmmacht, stöst endlich das Wasser ejePflöcker heraus und sprützct zu den bey»den Löchern mit gro'ster Gewalt heraus.Man glaubt, daß die HenbniTienPfaffen die Leute damit fyrchten) ge-macht, und ist er sonst zwey Fuß oder1 Elle hoch, und wieget am Gewichte7z Pfund,

ßrnstiusFtfr, Qbßrv & Weber diss.de PustcrQ ap. Scheetgen. h.p.

PVTEAC war ein Deckel , wieman sie über die Brunnen legete, undzur Zierath auch wohl kleine Statuendrauf setzete.

Cic. ad Attic. lib, I. Lpist. 8, Cujac.Observ, lib. XI- c - 2

Puteal Libonis befand sich in der Vlil.Region der Stadt,) und war, nacheinigen, eine Bedeckung eines Orts,wo das Wetter hingeschlagen, deralei-chen, nach der Römer Aberglauben,vermacht und auch wohl bedeckt, icdochaber auch oben ein freyes Loch gelass.nwerden muste b); oder es soll auch gewe«sen seyn, wo der Wetzstein und dasScheermesser des Accii Nauii, womiter jmen entzwey geschnitten, begrabengelegen c). Wie es auf alten Müntzenzusehen, war es wie ein gar zierlicherAltar beschaffend), und, weil dieWech-

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