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q) Strabo lib. III.
r) Tac. de M. G. c.ig.
s) Id. I c. cap. 20.
P V GIL E S hiessen zwar alle Fech.ter, und also auch die Gladiatores , be-sonders aber und eigentlich doch die, somit den Caflibus fochten a), deren Käm-pfen aber meist das Leben, oder doch diegantzen Knochen kostete, als die sie ein-ander darbey entzwey schlugen, ohne wiesie einander im Gesicht und sonst zurich-teten b). Sie musten darbey genau aufeinander Acht geben, um zu sehen, wo derandere hinaus wolte, wobey sie auch vielvergebliches Aufhebens machten, um denandern zu verführen c). Da auch einerdem andern die Sonne abgewinnen undsie in den Rücken bekommen kunte, war«s auch ein guter Vortheil für ihn d).Wie aber theils nur ihre Tapferkeit undGeschicklichkeit darbey weiten sehen las-sen, andere aber es als darzu Verurthei-lete thun musten e); also bemüheten sichdie, so Profession davon machten, daßsie fein fett am Leibe werden möchten,weil man glaubet«, daß sodenn dieSchlage des Gegners nicht so anzögeni). Die sich am besten hielten, wurdenmit einem Palmen-Krantze beehret g),und auch wohl noch ein Lob.Lied aufsiedarzu gemacht h), s. Caestus.
a) Cic. Ouaß. Tufc. lib. II. c. /7. Brüt.e. 6p.
b) Faber Aqoniß. lib. I. c. 7. Ammiati.lib.XUIl.c.y.
c) Eustath. Iliad. 4/. ap. Pitiic. b.i.Theocr. Idyü. XXIII. v.63. Apol-len. Üb. II. v. 43.
d) Theocr. I. c. v. 83 -
e ) Faber /. c.
f) Terent Eunuch. Alt. II. Sc.3. v. 23.Mercurial. Gytnrtaß. lib. II. c.q.
g) Tertull. adv. Gnoß. c. 6. Pascbal.de Coron. lib. VI. C. 20.
h ) Quinctil. lib. X. c. tt. Paschas I. C.cap. 23.
PVGILLARES waren,was Mattjetzo noch eine Schreibe-Tafel heißt.Dergleichen hatte man von dünnenhöltzernett Täfelgen, welche subtil mitWachs überzogen waren, in das mansodenn mit einem spitzigen Griffel oderStilo schrieb, oder einkritzelte, was man
nicht vergessen wolle. Das Holtz waringemein Buchsbaumen, oder von Citro,allein an stat des Holtzes machte mandie Tafelgen auch wohl vom Elfenbeine2 ). Jedoch hatte man vergleichen auchvom Pergament b), und waren sie schonvor dem Trojanischen Kriege bekannte).Mit dem Wachse waren sie sofern garbeqvem, daß man wieder auslöschen undzustreichen kunte, was nicht recht war,sie auch darbey immerzu wieder aufsneue brauchen kunte, wenn eine Schriftweiter zu nichts mehr nütze war d).
a) Martial. lib. XlIII. Epigr.3. Ouid;Amor. lib. I. Eleg. n. v. 7.
b) Martial. I.c. Epigr.3.
c) Homer. II. lib. VII. v.tög. Plin,II. N. lib. XIII. c.ji.
d) Plin. lib. I. Epiß. 6. Ouid. Met.lib. ////. v. 3 20. Hugo de pritn.scrib. Orig. c. 1 0. & ad eum Tro-tzius /. c.
PVGIO war ein kurtzer, doch sehrscharfer und spitziger Degen a), derglei-chen man an der Seite b), oder aucham Halse hangen hatte, welches inson-derheit ein Zeichen selbst der Kayscrli-chen Hoheit seyn solle c), worauf auchein eigener Bedienter bestellet war, soa pugione hieß d). Anderwcits war erauch ein Zeichen oder Gewehr der Cen-turionum e), besonders aber des Prae-fecti Praetorii, als welchem der Kayser,zu bemercken dessen Amts, dergleichenselbst überlieferte f;.
a) No n.c.XVUUt.p. GiW.lib.XVl.
C, / s .
b) Veilei. lib. 7 /. C. 43.
c) Sueton. Galb. c.u.
d) Larrtprid. Commod. c. 6. & adeuntSalmas /. c.
e) Tac. Hiß. lib.i. c.43i
f) Casaub. ad Lamprid. I.c. Philo-strat. ap, Pitisc. h. t.
PVLLAR 1 VS war derjenige,betunter den Wahrsagern die jungen Hünerin seiner Aufsicht hatte, aus deren Fres-sen und andern Bezeigen man künftigeDinge abnehmen wolle a). Sie hattendieselben in ihren besondern Käfigen odekBehältnissen sitzen, und da sie was wisifett woltett, warfen sie ihnen eine ArtBrey vor, kamen denn die Hüner freu-